Unser Ziel: Netto-Null bis 2040

Der Bausektor zählt zu den weltweit größten Verursachern von klimarelevanten Emissionen. Vor diesem Hintergrund arbeitet Schüco bereits seit Jahren kontinuierlich daran, das Unternehmen klimagerecht umzugestalten. Seit 2019 verfolgen wir zudem ambitionierte, von der Science Based Target initiative (SBTi) validierte Klimaschutzziele, die im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen dazu beitragen sollen, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

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Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Treibhausgas-Emissionen (kurz: THG-Emissionen bzw. CO₂e-Emissionen; die Abkürzung steht für CO₂-Äquivalente) bis 2040 auf Netto-Null (engl.: Net Zero) zu senken. Ein Zwischenziel wird für 2030 angestrebt: Bis dahin wollen wir unsere klimaschädlichen Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019 halbieren.

Die THG-Einsparung, die Schüco bis 2040 erreichen will, bezieht sich gleichermaßen auf Emissionen, die wir selbst durch unseren Energieverbrauch produzieren (Scope 1), auf von uns bezogene Energie (Scope 2) und auf Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3). Dazu gehört die gesamte Lieferkette genauso wie Verarbeitung, Transport und Entsorgung unserer Produkte.

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Bis zu 99 Prozent der Emissionen entfallen auf Scope 3, davon 85 bis 88 Prozent auf eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Das bedeutet, dass Schüco lediglich auf einen sehr kleinen Teil seiner Emissionen einen direkten Einfluss hat und die Klimaschutzziele nur über eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten erreicht werden können.

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Unser Ansatz zur CO₂e-Reduktion in Gebäuden

Weltweit entfallen 34 Prozent der gesamten CO₂e-Emissionen auf den Gebäudesektor. Um unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlage nicht zu gefährden, ist eine klimaverträglichere Bauweise dringend notwendig. Schüco kann mit seinen Produkten und Services hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

  1. Mit energieeffizienten Systemlösungen senken wir den Energiebedarf in der Nutzungsphase eines Gebäudes – und damit auch die energiebedingten Emissionen („operational carbon“).
  2. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die in unseren Produkten gebundenen Emissionen zu reduzieren. Diese entstehen durch die Produktion, den Transport und die Entsorgung der verbauten Materialien („embodied carbon“).

Unsere strategischen Hebel

Nachhaltigkeitsorientiertes Produktdesign

Wir tragen mit unseren Produkten zu einer energieeffizienten Gebäudenutzung bei, etwa durch Systeme mit besonders geringem Wärmedurchgang und hoher Dichtigkeit. Bei der Gestaltung unserer Produkte legen wir besonderen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Materialien sowie auf Langlebigkeit und Kreislauffähigkeit.

Einkauf von CO₂e-armen Materialien

Wir arbeiten daran, den Anteil an CO₂e-reduzierten Aluminiumprofilen zu erhöhen: Schüco unterscheidet dabei zwischen „Low Carbon Aluminium“ mit einem GWP-Wert von 3,84 kg CO₂e/kg Aluminiumprofil, „Ultra Low Carbon Aluminium“ mit einem GWP-Wert von 1,99 kg CO₂e/kg Aluminiumprofil und „Ultra Low Carbon+ Aluminium“ mit einem GWP-Wert von 0,89 kg CO₂e/kg Aluminiumprofil. Der niedrige Wert wird vor allem durch die Nutzung von Post-Consumer-Recyclingmaterial erzielt. In der Kunststoffsparte, in der Schüco selbst produziert, lässt sich eine CO₂-Reduktion sowohl über eine Steigerung des Rezyklatanteils in der Herstellung als auch über den Einsatz von biobasierten Rohstoffen erreichen. Entsprechend haben wir unser Portfolio um die Materialklassen „BALANCED PVC“, „RECYCLED PVC“ und „BIO-ATTRIBUTED PVC“ ergänzt.

Über den Einkauf von CO₂e-armen Materialien hinaus setzen wir auf eine Beschaffungsstrategie, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns 2021 als erstes Systemhaus weltweit nach dem „Chain of Custody Standard“ der Aluminium Stewardship Initiative (ASI) zertifizieren lassen. Der Standard berechtigt uns dazu, ASI-zertifiziertes Aluminium zu beziehen und gegenüber unseren Kunden zu gewährleisten, dass das in unseren Aluminiumprofilen verwendete Material über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg umwelt- und sozialverträglich abgebaut und verarbeitet wurde.

Auch in unserer Kunststoffsparte machen wir uns entlang der Wertschöpfungskette für einen nachhaltigen Umgang mit PVC stark. Im Rahmen von VinylPlus, dem Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, erfüllen wir die Standards nachhaltiger Rohstoffbeschaffung.

Verlängerte Nutzungsphase

Unsere Werkstoffe Aluminium, Kunststoff und Stahl zeichnen sich insgesamt durch Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit aus. So können z. B. unsere Kunststofffenster bei guter Pflege und Wartung mehr als 50 Jahre genutzt werden. Unsere Aluminiumsysteme überzeugen durch mechanische Robustheit und hohe Korrosionsbeständigkeit. Die in den Umweltdeklarationen (Environmental Product Declaration, kurz: EPD) angegebene Nutzungszeit für Aluminiumfenster beträgt 50 Jahre.

 

Wir bieten einen herstellerübergreifenden Wartungs- und Reparaturservice an. Aufgrund regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen sowie des gezielten Austauschs defekter oder veralteter Elemente bleiben hochwertige Produkte länger im Nutzungskreislauf.

Rücknahme

Funktionierende Sammel- und Rückführsysteme machen die Rücknahme von nicht mehr benötigten Bauprodukten attraktiver. Schüco engagiert sich deshalb bereits seit vielen Jahren über die Brancheninitiativen AIUIF und Rewindo dafür, die Wertstoffkreisläufe von Aluminium beziehungsweise Kunststoff zu schließen.

Mit der Gründung von RE:CORE und RE:CORE metals hat Schüco sein Engagement beim Recycling von Altmaterial weiter ausgebaut. Seitdem bieten wir Partnerbetrieben einen Recyclingservice für Profilreste und Altfenster an – und schließen zugleich unseren eigenen PVC-Wertstoffkreislauf.

Klimarisikoanalyse

Im Rahmen einer Klimarisikoanalyse haben wir die Resilienz unseres Geschäftsmodells analysiert. Dabei wurden neben physischen und transitorischen Risiken auch Chancen betrachtet, die mit dem Klimawandel für unser Unternehmen entstehen. In Anlehnung an die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) wurden drei Szenarien mit unterschiedlichen Erwärmungspfaden betrachtet.

Szenario „Transition“
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Beim Net-Zero-Szenario wird von einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um maximal 1,5 Grad Celsius ausgegangen. Dazu ergreifen Regierungen weltweit umfassende Maßnahmen, die erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben. Emissionsintensive Verfahren werden unrentabel und in der Folge durch emissionsärmere Technologien substituiert. Im Gebäudesektor wird bis 2030 eine Verdopplung der Rate der energetischen Gebäudesanierungen erreicht, zudem steigt der Bedarf an passiven Gebäudekühlungssystemen. Recyclingaluminium wird bei einer insgesamt steigenden Nachfrage bis 2050 mehr als die Hälfte des weltweiten Aluminiumbedarfs decken, während sich konventionelles Aluminium aufgrund schnell steigender CO₂e-Preise deutlich verteuert. Im Kunststoffbereich ist mit einer vergleichbaren Entwicklung zu rechnen. In der Primärproduktion werden neue Technologien eingesetzt, um CO₂e-Emissionen zu reduzieren, wodurch sich die Investitionskosten auf Seiten der Hersteller erhöhen.

Szenario „Schwerfällige Transformation“
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Die angestrebten Klimaziele werden in diesem Szenario verfehlt und die weltweiten CO₂e-Emissionen sinken bis 2050 nur um 12,6 Prozent im Vergleich zu 2021. Dadurch wird die weltweite Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um 2,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit ansteigen. Das Szenario ist für Unternehmen infolge der ergriffenen politischen Maßnahmen zum Klimaschutz mit transitorischen Risiken verbundenen. Parallel erhöht der Temperaturanstieg auch die physischen Risiken durch Extremwetterereignisse in exponierten Regionen. Die komplexe Entwicklung wirkt sich sowohl auf Neubauten als auch auf Gebäudesanierungen aus. So muss die Immobilienbranche einerseits anspruchsvolle Energieeffizienzstandards einhalten und die Sanierungsrate im Bestand erhöhen, andererseits müssen Bauwerke verstärkt gegen Hitze, Stürme und Überschwemmungen abgesichert werden.

Szenario „Klimawandel“
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In diesem Szenario steigt die Temperatur bis 2100 um mehr als 4 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit an, so dass es zu gravierenden Veränderungen der weltweiten Ökosysteme – vom Anstieg des Meeresspiegels über Dürreperioden bis zu veränderten Niederschlagsmustern – kommt. Parallel besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für lokale Extremwetterereignisse, Hitzeperioden und Überschwemmungen. Dadurch gewinnen klimaangepasste Bauweisen und Technologien zur Temperatursteuerung an Bedeutung. Gleichzeitig lässt der erhöhte Kühlungsbedarf die Energieverbräuche weiter ansteigen. Stürme oder Überschwemmungen werden einerseits mehr präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Gebäudeschäden erfordern und können andererseits dazu führen, dass Sanierungen und Neubauten stärker nachgefragt werden. Darüber hinaus sehen sich Unternehmen der Bauwirtschaft mit Preisrisiken konfrontiert, die aus dem erhöhten Energiebedarf resultieren: Der Rohölpreis wird sich bis 2050 verdoppeln, was auch zu steigenden Kunststoffpreisen führt.

Implikationen für Schüco

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich für Schüco im Net-Zero-Szenario Risiken vor allem in Bezug auf die Kostenentwicklung sowie auf die Verfügbarkeiten CO₂e-armer Werkstoffe ergeben. Zugleich werden wir in klimaneutrale Technologien, z. B. zur Kunststoffproduktion, investieren müssen. Chancen bieten sich vor allem im Bereich der Absatzmärkte: Schüco zählt schon heute zu den führenden Anbietern energieeffizienter Produkte zur Gebäudeausrüstung. Diese werden künftig sowohl in Sanierungsprojekten als auch in Neubauten stark nachgefragt.

Im Klimawandel-Szenario stellt sich Schüco darauf ein, dass es durch akute oder chronische Extremwetterereignisse zu Unterbrechungen der Werkstoff-Lieferketten kommen kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich vorübergehende Ausfälle durch alternative Bezugsquellen ausgleichen lassen. Darüber hinaus sind insbesondere die unternehmenseigenen Standorte in Indien von Wasserrisiken bedroht, durch die im Schadensfall hohe Kosten entstehen können.

Ein fortschreitender Klimawandel bringt gleichfalls Absatzchancen mit sich: So ist davon auszugehen, dass künftig häufiger Gebäude durch Extremwetterereignisse beschädigt werden, wodurch der Sanierungs- und Neubaubedarf wächst. Auch Sonnenschutzsysteme, gut gedämmte Gebäudeelemente sowie generell klimaresiliente Fenster- und Fassadenkonstruktionen haben eine hohe Relevanz für den Markt.

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Was wir bislang erreicht haben

Im Berichtsjahr hat Schüco verschiedene Klimaschutzmaßnahmen ergriffen, die auf den identifizierten Dekarbonisierungshebeln (vgl. Datenpunkt E1-1) basierten.

Vor dem Hintergrund, dass in der Beschaffung etwa 85Prozent unserer Gesamtemissionen verortet sind, stand der Bezug von Materialien mit vermindertem CO₂e-Fußabdruck klar im Fokus. In unserer Aluminiumsparte boten wir neben dem Standardaluminium der jeweiligen Märkte die Aluminiumgüten „Low Carbon Aluminium“, „Ultra Low Carbon Aluminium“ und „Ultra Low Carbon Aluminium+“ an. 

  • Low Carbon (LC): besitzt einen hohen Recyclinganteil und/oder wird unter Verwendung von Grünstrom produziert; das Global Warming Potential (GWP) betrug 3,84kg CO₂e/kg, was einer Einsparung von ca. 46Prozent gegenüber dem Standardprofil entsprach
  • Ultra Low Carbon (ULC): enthält mindestens 75 Prozent Post-Consumer-Recyclingmaterial; der GWP-Wert lag bei 1,99 kg CO₂e/kg, was einer Einsparung von ca. 72Prozent gegenüber einem Standardprofil entsprach 

Ultra Low Carbon+ (ULC+): hat einen Anteil von 99,5 Prozent Post-Consumer Recylingmaterial; der GWP-Wert betrug 0,89 kg CO₂e/kg Aluminiumprofil, was einer Einsparung von 87 Prozent gegenüber einem Standardprofil entsprach.

In der Kunststoffsparte, in der wir selbst produzieren, lässt sich eine CO₂e-Reduktion sowohl über eine Steigerung des Rezyklatanteils in der Herstellung als auch über den Einsatz von biobasierten Rohstoffen erreichen. Entsprechend haben wir unser Portfolio um die Materialklassen „BALANCED PVC“, „RECYCLED PVC“ und „BIO-ATTRIBUTED PVC“ ergänzt (hier klicken, um mehr Details zu unseren Materialien zu erfahren).

Seit dem Start unserer nachhaltigen Beschaffungsstrategie haben wir die Bezugsmengen kontinuierlich ausgeweitet. Die Erfahrungen im Einkauf von CO₂e-reduzierten Materialien geben wir nun an unsere internationalen Standorte weiter und starten parallel mit dem Roll-Out von Vorgaben anderen Lieferanten. 

Ergänzende Maßnahmen bezogen sich auf die sukzessive Erhöhung des Grünstrombezugs und auf alternative Mobilitätskonzepte, konkret den Einsatz von Lkw und Pkw mit Elektroantrieb. Das quantifizierbare Reduktionspotenzial dieser zusätzlichen Hebel werten wir aktuell im Rahmen einer systematischen Analyse aus, um unsere Maßnahmen auf dem Weg zu Net Zero künftig noch gezielter steuern zu können. 

Als einen weiteren Hebel betrachten wir Maßnahmen für eine energieeffiziente Gebäudenutzung. Das spiegelt sich auch in unseren ganzheitlichen Produkt-, Service- und Beratungsansätzen „Schüco Carbon Control“ und „Schüco Value Up“ wider.

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„Indem wir auch im internationalen Einkauf verstärkt auf emissionsarme Werkstoffe umstellen und diese perspektivisch in marktspezifische Produkt- und Servicelösungen integrieren, schaffen wir die Grundlage dafür, unsere Klimaziele auch unter schwierigen Rahmenbedingungen konsequent weiterzuverfolgen.”

Lars Knöner, Head of Sustainability Consulting

Best Practice

Das haben wir 2025 im Bereich Klima und Energie erreicht.

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Fokus Material

PVC aus nachwachsenden Rohstoffen

Innovative Materialien können dazu beitragen, den CO₂e-Fußabdruck eines PVC-Profils zu senken. Eins davon ist Tallöl, ein Nebenprodukt, das bei der Papierherstellung entsteht. Im Vergleich zum erdölbasierten Produkt fallen die CO₂e-Emissionen im PVC-Herstellungsprozess durch den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs um bis zu 90 Prozent geringer aus. Bio-attribuiertes PVC ist für alle Schüco Kunststoffsysteme erhältlich.

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Fokus Nutzerkomfort

CO₂e-Werte auf Knopfdruck

Um Gebäudeplanern die Simulation des CO₂e-Fußabdrucks zu vereinfachen, hat Schüco den Umweltkalkulator entwickelt: Mit der Software lässt sich in wenigen Schritten ermitteln, wie verschiedene PVC-Klassen oder Aluminiumgüten den GWP-Wert (siehe weiter vorne) des Gebäudes beeinflussen. In die Berechnung fließen zudem Faktoren wie Profilgröße, Oberflächenausführung, Verglasung und Verstärkungsoptionen ein.

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Fokus Planung

Energetische Fassadensanierung im Bestand

Unter dem Namen „OPVIAS“ bietet Schüco einen neuen Service für die energetische Instandsetzung von Nichtwohngebäuden und Mehrfamilienhäusern an. Experten übernehmen dabei auf Wunsch sowohl die Planung als auch die Umsetzung des Sanierungsfahrplans, dessen Herzstück ein Gebäudehüllencheck ist. Je nach Bedarf werden dabei verschiedene Analysemethoden eingesetzt, z.B. thermische und optische Bestandsaufnahmen, Energieberatungen sowie technische Empfehlungen für Fenster, Türen und Fassaden. Im Service ist zudem eine Beratung zu Fördermitteln inkludiert.

Klima und Energie: zentrale Kennzahlen

Energiebezogene Kennzahlen

Energieverbrauch und Energiemix in MWh

Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die folgenden Energiekennzahlen auf die Schüco Gruppe. Sie sind die Basis für den seit 2011 erhobenen CO₂e-Fußabdruck des Unternehmens. Die Verbrauchsmengen wurden den Rechnungen der Lieferanten und Versorgungsunternehmen entnommen. Im Zuge eines externen Audits zur Erhebung des Corporate Carbon Footprint wird jährlich die Vollständigkeit und Richtigkeit der Datenermittlung geprüft. Für einzelne Verbrauchsdaten, die zum Redaktionsschluss des Nachhaltigkeitsberichts nicht vorlagen, wurden Schätzungen zugrunde gelegt, die zu einem späteren Zeitpunkt durch die realen Zahlen ersetzt werden.

Energieverbrauch (in MWh)20252024Veränderung ggb. Vj. in %
Brennstoffverbrauch aus Rohöl26.02815.75265,2
Brennstoffverbrauch aus Erdgas20.73020.9301
Strom, Wärme, Dampf, Kühlung aus fossilen Quellen20.83516.06129,7
Verbrauch selbst erzeugter nicht-erneuerbarer Energie 157  
Gesamtverbrauch fossile Energie67.75052.74428,5
Anteil fossiler Quellen am Energieverbrauch in %60,3 54,99,8
Verbrauch aus Strom, Wärme, Dampf, Kühlung (erneuerbare Quellen)*43.67743.2710,9
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie (exkl. Brennstoffe)969195000
Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie44.64643.2713,2
Anteil erneuerbare Energiequellen am Gesamtverbrauch39,745,1–11,9
Gesamtenergieverbrauch112.39696.01517,1


*Nur Strom, ohne Fernwärme.

Klimarelevante Emissionen

THG-Emissionen weltweit

Schüco erfasst für seine deutschen Standorte seit 2011 die klimarelevanten Emissionen. Grundlagen für die Ermittlung des CO₂e-Fußabdrucks sind das GHG-Protokoll und die Norm ISO 14064. In die Bilanz fließen seit 2023 nicht nur die Daten aus den Bereichen Verwaltung und Produktion (Energieverbräuche, Wasser und Abwasser), Transportlogistik (intern und nachgelagert), Dienstreisen, Arbeitswege sowie Papierverbrauch und Druckproduktion ein, sondern zusätzlich auch die THG-Emissionen aus eingekauften Materialien sowie aus deren Entsorgung. Um wissenschaftlich fundierte Klimaziele definieren zu können, ermittelt Schüco seit 2017 zudem die weltweit durch das Unternehmen verursachten Emissionen. Die Datenerfassung beruht auf Primärdaten der einzelnen Standorte. Diese werden, sofern sie nicht zentral vorliegen, von den internationalen Standorten abgefragt, validiert und zentral erfasst. Wo das noch nicht möglich ist, orientiert sich die Datenerfassung an Schätz- und Referenzwerten. Unser Ziel ist es, die Datenqualität stetig zu optimieren.

Datenpunkt 20242025Veränderung ggb. Vj. in %Ziel 2030 Ziel 2040 Veränderung ggb. Basisjahr in %
Direkte THG-Emissionen in t CO₂e (Scope 1)11.86312.2002,89.7181.94439,0
Indirekte THG-Emissionen in t CO₂e (Scope 2), marktbezogen2.9985.82694,31.26025219,0
Indirekte THG-Emissionen in t CO₂e (Scope 3)1.702.2581.707.3150,3896.703179.341–5,1
a) Beschaffung 1.330.0461.362.611 2,4   
b) Vorgelagerter Transport 14.199 14.356 1,1   
c) Dienstreisen und Arbeitswege12.900 14.9791,1   
d) Entsorgung170.988141.40017,3   
Gesamt (marktbezogen)1.717.1201.725.3410,5907.681181.537–5,4

Status Zielerreichung

 

2025
(in t CO2e)

2019
(in t CO2e)
Veränderung ggü. 
Basisjahr (in %)
Zielwerte 
2030
(in %)
Scope 112.20019.436–37,2–50,0
Scope 25.8262.519+131,3–50,0
Scope 31.707.3151.793.405–4,8–50,0
Gesamtemissionen1.725.3411.815.3605,050,0

THG-Intensität weltweit

THG-Intensität weltweit2025 
THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoeinnahme (in t CO₂e/Mio. EUR)836