Details zur Referenz
| Gebäudetyp | Wohnen und Leben |
| Produktbereiche | Fenster Türen Sonnenschutz Brand- und Rauchschutz Gebäudeautomation |
| Schüco Systeme | AWS 75.SI+ ADS 65 ADS 65 HD AD UP 75 FireStop ADS 90 FR30 Perfect 190 |
| Merkmale | Neubau |
| Standort | Augsburg, Deutschland |
| Fertigstellung | 2025 |
| Architekten | Meier + Murr Architekten |
| Fachbetrieb | Glas Seele GmbH |
| Bildnachweis | © Gabriel Büchelmeier |
Großzügige Apartments, klare Architektur und integrierte Fensterlösungen schaffen in Augsburg ein Wohngebäude, das auf die veränderten Ansprüche einer aktiven Seniorengeneration reagiert.
Der Neubau des Betreuten Wohnens der Augsburger Sparkassen-Altenhilfe ersetzt einen Bestandsbau aus den 1960er-Jahren und führt die Entwicklung des bestehenden Seniorenstandorts konsequent fort. Auf einem parkähnlichen Grundstück in innenstadtnaher Lage sind 69 barrierefreie Apartments entstanden, die älteren Menschen ein eigenständiges Leben ermöglichen und ihnen gleichzeitig die Sicherheit eines umfassenden Versorgungsangebots bieten. Gemeinsam mit dem benachbarten Pflegeheim und dem zentralen Servicegebäude bildet der Neubau ein Ensemble, das die Bereiche Wohnen, Betreuung und Gemeinschaft eng miteinander verbindet.
Architektur für veränderte Lebensentwürfe
Die Ansprüche an das Wohnen im Alter haben sich grundlegend verändert. Viele Menschen entscheiden sich heute bewusst für betreutes Wohnen, und das nicht erst, wenn Pflege notwendig wird. Sie geben ihr bisheriges Zuhause auf, möchten jedoch weder auf Privatheit noch auf Eigenständigkeit verzichten. Der Neubau reagiert auf diesen Wandel mit großzügigen Apartments, die deutlich mehr Fläche bieten als der Vorgängerbau und sich an den Bedürfnissen einer aktiven Generation von Seniorinnen und Senioren orientieren. Private Loggien erweitern den Wohnraum ins Freie. Gleichzeitig bleibt die Infrastruktur des benachbarten Pflegeheims jederzeit erreichbar, ohne den Charakter eines eigenständigen Wohnhauses zu überlagern. Kurze Wege zu Gastronomie, Veranstaltungsräumen und weiteren Serviceangeboten schaffen Sicherheit im Alltag und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben. Das Wohnangebot wird durch gemeinschaftlich nutzbare Bereiche wie einen Veranstaltungsraum mit Küchenzeile und Terrasse sowie ein Gästeapartment für Angehörige ergänzt.
Neubau statt Sanierung
Zu Beginn der Planung wurde geprüft, ob sich der Bestandsbau aus den 1970er-Jahren erhalten ließe. Die vorhandene Gebäudestruktur erwies sich jedoch als nicht mehr zeitgemäß. Weder ließen sich größere Apartments noch flexible Wohnungszuschnitte oder aktuelle Anforderungen an Brandschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit wirtschaftlich realisieren. Die Entscheidung fiel daher zugunsten eines vollständigen Ersatzneubaus. Dieser ermöglichte es, die Wohnfläche nahezu zu verdoppeln und die Zahl der Apartments deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig entstand eine Gebäudestruktur, die auf die veränderten Anforderungen des betreuten Wohnens reagiert und langfristige Anpassungen an zukünftige Bedürfnisse ermöglicht.
Effizient geplant, präzise umgesetzt
Neben den anspruchsvollen Baugrundverhältnissen bestimmte vor allem das enge Zeitfenster das Projekt. Fördervorgaben machten einen exakt abgestimmten Bauablauf erforderlich. Ein hoher Vorfertigungsgrad trug entscheidend dazu bei, den engen Terminplan einzuhalten. So wurden beispielsweise vollständig ausgestattete Badmodule geschossweise montiert, während in den oberen Ebenen noch Rohbauarbeiten liefen. Parallel dazu konnten bereits die Fenster eingebaut werden. Durch die überlappenden Bauabläufe konnte die Bauzeit erheblich verkürzt und ein kontinuierlicher Baufortschritt ermöglicht werden. Die Gestaltung der Fassade wird von den gleichmäßig gegliederten Fensterachsen geprägt. Bronzefarbene Rahmen und großzügige Loggien bilden ein durchgängiges Gestaltungssystem, das dem Gebäude eine ruhige und hochwertige Ausstrahlung verleiht. Für die Gebäudehülle kam das Fenstersystem Schüco AWS 75.SI Perfect zum Einsatz. Als integrierte Systemlösung versteht Schüco Perfect die Gebäudeöffnung nicht als Summe einzelner Bauteile, sondern als technisch abgestimmte Einheit. Fenster, Sonnenschutz und weitere Funktionskomponenten werden bereits werkseitig zusammengeführt. Dadurch werden Schnittstellen zwischen den Gewerken reduziert und die Planungs- und Montageprozesse werden vereinfacht.