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Vom Zirkel zum Tablet

– Das Handwerkszeug der Planer

„Was ist ein Architekt?“ Die Antwort auf diese banal klingende Frage gab im Jahr 2012 Prof. Winfried Nerdinger, der damalige Leiter des Architekturmuseums der TU München in der Pinakothek der Moderne mit der Ausstellung „Der Architekt“. In einem weiten Spannungsfeld zeigte die Ausstellung einen faszinierenden Bilderbogen zur Historie und Zukunft eines Berufsstandes, der zu den ältesten der Welt zählt. Seit über 5000 Jahren existiert der Beruf, der sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert hat. So viele Facetten das Arbeitsfeld hat, so oft haben sich auch Ansehen und Selbstverständnis gewandelt. Komplexität und Diversität erfordern breit angelegtes Wissen. „Der Architekt muss nicht nur den Entwurf aus dem Kopf hervorbringen, sondern auch die vielen am Bau tätigen Gewerke beherrschen und steuern – im Spagat zwischen Alleskönner und sich aller Disziplinen bedienender Dilettant“ war Nerdingers Credo. An diesem Anspruch hat sich nichts geändert. Und über viele Jahre auch nicht die Werkzeuge, derer sich die Planer bedienten.

Angefangen beim Reißzeug, einer Zusammenstellung von Zeichengeräten wie Zirkel, Maßstab, Lineal, Kopiernadel, Bleistift und Ziehfedern etc., bis zu Skizzenblock, Tuschestift, Schablonen und Pappen für schnelle Arbeitsmodelle. Was historisch anmutet, war bis Anfang der 2000er Jahr noch Standard in den Architekturfakultäten.

 © Foto: Sindre Ellingsen

Mit dem Einzug des Computers in die Arbeitswelt stehen neue Werkzeuge zur Verfügung. Die Digitalisierung von Planung und Entwicklung komplexer Formen sowie die Vernetzung von Mensch und Maschine führen zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten und der Beschleunigung von Prozessen. Schon 1967 entstand am Massachusetts Institute of Technology die Forschungsgruppe Architecture Machine Group, die im Computer viel mehr als ein Hilfsmittel sah. Der Computer „als der dem Gestalter ebenbürtige Partner“ sollte zuhören, sprechen und Lösungen für Gestaltungsprobleme anbieten. So weit sind wir noch nicht. Noch speist sich eine künstliche Intelligenz aus den Algorithmen, die wir über die Programmierung vorgeben, nicht anders herum. Die Entwicklung des Building Information Modeling (BIM), das die Prozesse von der Planung bis in den Gebäudebetrieb vernetzt, oder Analysetools, die Wechselwirkungen des Entwurfs mit dem Klima, Bauphysik oder Sonnenstand abgleichen, verändern den Entwurfsprozess.

Doch wachsende Leistungsstärke und Smartness von digitalen Werkzeugen nützen nichts, wenn das Wissen um Konstruktion und Materialität, funktionale Abhängigkeiten und die Grenzen des Machbaren nicht vorhanden ist. In der Praxis bedeutet dies, dass die kontinuierlich steigenden Anforderungen an Bauwerke zu einer optimierten Lösung für das Gebäudekonzept zusammengefasst werden müssen. Fassaden sind mit ihren technischen Eigenschaften der einzelnen Baukomponenten und ihren bauphysikalischen Funktionen wesentliche Konstruktionselemente im einem Gebäudekonzept. Auch Wissen ist Handwerkszeug. Zur Erweiterung des Fachwissens ist die Bereitstellung von passenden Informationen und Entscheidungshilfen in allen Planungsphasen ein wichtiges Element. Unter der Rubrik „Mein Arbeitsplatz“ stellt Schüco in einem geschützten Bereich (Registrierung erforderlich) vielfältige Informationen und exklusive Inhalte sortiert nach Planungsfortschritt bereit. Je nach Leistungsphase sind Unterlagen in differenzierter Detailtiefe und mit Schnittstellen zu anderen digitalen Werkzeugen notwendig.

Leistungsphasen 1 – 3

Grundlagenermittlung, Vor- sowie Entwurfsplanung

Wie vielfältig die Bandbreite der Produktlösungen einer Fassade ist, zeigt die Datenbank der nationalen und internationalen Projekte der Schüco Referenzen. Lassen Sie sich inspirieren!


Designorientierte Innovationen sowie ein informativer Austausch über branchenaktuelle Themen können direkt vor Ort in den Schüco Showrooms oder rund um die Uhr im virtuellen 360°-Panorama erlebt werden.


Das Architekturmagazin Schüco Profile bildet die Debatte über die relevanten und aktuellen Themen der Architektur ab.


Immer Up to date – die gängigen Social Media Kanäle Pinterest, Instagram und Facebook zeigen Inspirationen, News und Termine. Auf dem YouTube-Kanal stehen Videos, kategorisiert nach Produkten, Statements und Interviews aus dem Produktmanagement, bereit.  

Leistungsphasen 4 – 5

Werk- und Ausführungsplanung


Alle wichtigen Produkt- und Detailinformationen zu den Schüco Systemen stehen jederzeit online zur Verfügung. Die Zusammenstellung der Architekten-Informationen bietet detaillierte Systemlösungen, Referenzbeispiele, Einsatzmöglichkeiten, Planungsgrundlagen, Schnittpunkte, Baukörperanschlüsse und mehr.


Für die tägliche Praxis gibt es eine CAD-Bibliothek, in der regelgerechte Konstruktionsdetails zu jeder Serie für die Planung und Ausschreibung in verschiedenen Dateiformaten (dxf, dwg) abgerufen werden können.


Building Information Modeling (BIM) ist die zeitgemäße Arbeitsmethode für das Planen und Realisieren von Bauvorhaben sowie das Betreiben von Gebäuden. Im Zentrum steht der Digital Twin, der das geplante Bauvorhaben vor dem eigentlichen Bauen virtuell simuliert. Schüco unterstützt Anwender der Methode BIM mit Planungsmodulen und Schnittstellen in proprietären Datenformaten für die Programme Revit, AutoCAD und ArchiCAD, nutzbar vom Entwurf bis zur Werkplanung und als Grundlage für AVA, aber auch zur datenmodellgestützten Vorfertigung von Bauelementen direkt aus der Planung. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig dem Stand der Technik angepasst. Schüco ist Mitglied im Fachverband Bauprodukte Digital und im buildingSMART e.V.


Als Planungshilfe steht eine Auswahl von relevanten Baukörperanschlüssen zur Verfügung. Durch die Eingabe von Suchbegriffen sowie die dynamisch integrierten Filteroptionen können alle verfügbaren Anschlussdarstellungen schnell und einfach gefunden werden und als pdf, dxf oder dwg im Maßstab 1:1 in die eigene Planung integriert werden.

Zu den Baukörperanschlüssen

Leistungsphasen 6 – 7

Vergabe

Um Ausschreibungen zielgerichtet, kompakt und aussagekräftig sowie ohne Fehlerquellen und Missverständnisse zwischen Ausschreibenden und Bietern zu erstellen, stehen im Bereich „Mein Arbeitsplatz“ für registrierte Nutzer Ausschreibungstexte aus dem Bereich Metallbau in verschiedenen Formaten (TXT, RTF, GAEB) zum Download zur Verfügung.

BREEAM, LEED, DGNB, BNB

Jedes Gebäude ist individuell in der Planung. Um die Zertifizierung eines Gebäudes zu gewährleisten, sind ausgereifte Systeme für die Gebäudehülle und eine ganzheitliche Planung der Fassade nötig. Die Schüco Leitfäden für Gebäudezertifizierungen geben Orientierung, welche Schüco Nachweise eingesetzt werden können und wo diese bereitgestellt werden. Schüco Produkte erfüllen die Anforderungen der Zertifizierungssysteme und wurden von Drees & Sommer diesbezüglich auf Eignung geprüft. 

Software

Effizientes und wirtschaftliches Arbeiten wird heute durch die richtige Software unterstützt. Arbeitsabläufe werden dadurch vereinfacht und beschleunigt. Mit dem Bauphysik-Projektierungsprogramm können in der Planungsphase in den Bereichen U-Wert (U-CAL) und Statik die Elemente vorbemessen werden, ebenso wie für den Sonnenschutz und die Akustikplanung. Die praktikablen Tools geben einfache Antworten für Standardfragen in der täglichen Praxis zugunsten der Entscheidungsfindung bei verschiedenen Varianten.

Docu Center

Im Schüco Docu Center stehen alle Produktinformationen 24/7 digital in der aktuellsten Version zur Verfügung. Mit der Anwendung können individuelle Katalogzusammenstellungen erstellt und als PDF gespeichert oder versendet werden. Das Schüco Docu Center ist als universell einsetzbare Browser-Anwendung verfügbar, aber auch als App on- und offline zu nutzen. Speziell im mobilen Einsatz wie z. B. auf der Baustelle oder im Planungsgespräch ist die Schüco Docu Center Mobile App eine gute Wahl.

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