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Produktdesign – zwischen Funktionalität und Ästhetik

15.110.000.000 Ergebnisse zeigt die Google-Suchmaschine für den Begriff „Design“ an. Doch nicht nur die hohe Trefferanzahl irritiert, es gibt auch keine eindeutige Definition der gestalterischen Disziplin. Wo fängt Design an und wo hört es auf? Geht es nur um die physischen Eigenschaften eines Objekts zur Förderung des Gebrauchs oder zählt auch eine symbolhafte Komponente wie Status zum Gesamteindruck? Und was unterscheidet Design von der Kunst? Dies allein nur auf die Zweckorientierung und praktische Funktionalität zu beziehen, wäre zu kurz gegriffen.

Schon die sprachliche Nutzung des Begriffs zeigt die historisch und kulturell vermittelte Vielschichtigkeit der Definitionsebenen auf. Vom Wort „designare“ (beschreiben, bezeichnen) abstammend, bezieht sich die deutschsprachige Deutung des Begriffs auf die Umsetzbarkeit einer gestalterischen Idee im Rahmen einer handwerklichen oder industriellen Produktion, während im angelsächsischen Raum schon der Prozess der Ideenfindung als Design bezeichnet wird. Die erste Akademie für „disegno“ wurde von Leonardo da Vinci begründet, der seine Arbeit an der Kunst und der Konstruktion von Formen und Räumen hier in der später bekannten Berufsbezeichnung „Designer“ zusammenführte. Auch der im 19. Jahrhundert gängige Begriff des „Dessinateur“, in Anlehnung an den französischen Begriff „dessin“, gab der deutschen Bezeichnung des „Mustermachers“ den klangvollen Namen für ein Berufsbild. 


Die industrielle Revolution und mit ihr die Entwicklung neuer Gegenstände – von Alltagsobjekten bis zu Maschinen – verschiebt die Bezeichnung des Designs in Richtung industrielle Formgebung und Produktgestaltung. Dazu gehört neben der Funktionalität ebenso die ästhetische Wirkung des Objekts. Eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen Kunst und Funktion hat Peter Behrens ausgefüllt. Sein Schaffen umfasst alle Bereiche der Gestaltung: von Porzellan bis zu Möbeln, von Gebrauchsgrafik bis zu Bauwerken. Sein Entwurf für die AEG-Turbinenhalle in Berlin-Moabit gehört auch international zu den bekanntesten Bauten der Industriearchitektur. Außerdem prägte Behrens die Professionalisierung des Designbegriffs als anerkannte Disziplin.


„Einfachheit ist komplex. Komplexität ist einfach.“ Der Satz aus dem Wörterbuch Design (Herausgeber Michael Erlhoff und Tim Marshall) bringt die Herausforderungen des Designs, insbesondere des Produktdesigns, auf den Punkt. Neben praktischen Funktionalitäten wie Ergonomie, Gebrauchstauglichkeit, Wartung, Sicherheit, aber auch Benutzerfreundlichkeit stehen ökonomische Anforderungen an Materialwahl, Fertigungstechnologie, Skalierbarkeit, Lager- und Transportaufwand. Auch ökologische Fragen sind wichtig. Zukunftsfähige Entwicklungen haben die Effizienz von Ressourcen und Energie ebenso mitgedacht wie den Lebenszyklus, angefangen bei der Materialbeschaffung. Das reicht über die Produktion bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung von Elementen. 


Die Umwälzungen der letzten Jahre in puncto Fertigungstechnologien, Materialinnovationen, 3D-Druck oder die Möglichkeiten, mithilfe des Rapid Prototyping schnelle Muster oder kleine Produktserien herzustellen, verändern auch den Designprozess an sich und eröffnen eine neue Dimension des Schaffens.

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