Eingebettet in die wilde Schönheit Schwedens
Das Unmögliche möglich machen: Die „Pine Edge Villa“ zeigt, dass Mut, Präzision und eine klare Vision Außergewöhnliches schaffen können.
Das Unmögliche möglich machen: Die „Pine Edge Villa“ zeigt, dass Mut, Präzision und eine klare Vision Außergewöhnliches schaffen können.
| Gebäudetyp | Einfamilienhaus |
| Produktbereiche | Fenster Türen Fassaden Schiebetüren |
| Schüco Systeme | FWS 50.SI ASE 80.HI AWS 75.SI+ |
| Merkmale | Neubau |
| Standort | Värmdö, Schweden |
| Fertigstellung | 2025 |
| Architekten | Max Holst Arkitektkontor |
| Fachbetrieb | Jo & Ni Metall & Glasprojektering AB |
| Bildnachweis | © Erik Lefvander |
Inmitten des Stockholmer Schärengartens, zwischen schroffen Klippen und majestätischen, vom Wind gepeitschten Kiefern, fügt sich das Haus mit seinem streng geometrischen Körper scheinbar mühelos in die raue Natur ein. „Darin zeigt sich die Leistung des Architekten“, erzählt Bauherr Jonas Ljung. Denn der bekannte Magier und seine Partnerin Evelina Björninen waren überrascht, wie oft sie im Planungsprozess von erfahrenen Bauunternehmern hörten: „Das ist unmöglich.“ Glücklicherweise lagen sie falsch.
Inspiriert von seinen Reisen wünschte sich das Paar für das gemeinsame Zuhause einen internationaleren Architekturstil. Sie entschieden sich für einen Neubau. Das Grundstück auf dem Gipfel eines Hügels in Värmdö bot ideale Voraussetzungen: die nötige Privatsphäre, einen atemberaubenden Blick auf den Archipel, Heimatgefühle. Dank des in den Felsen eingelassenen Betonsockels verschmilzt das Gebäude heute trotz dramatischer Höhenunterschiede mit dem Untergrund, wirkt wie eine Erweiterung seiner Umgebung. Der darüber ruhende Baukörper aus Kiefernholz und Glas spiegelt die Landschaft und übt sich in vornehmer Zurückhaltung inmitten des sensiblen Naturgebietes.
Das Design ist inspiriert von den amerikanischen „Case Study Houses“ der späten 50er: Ursprünglich für die Nachkriegs-Mittelschicht konzipiert, wurden die experimentellen Wohnhäuser mit ihren Flachdächern, offenen Grundrissen und nahtlosen Verbindungen von Innen und Außen zu Ikonen ihrer Zeit. Durch eine skandinavische Interpretation und hochwärmegedämmte Fenster- und Schiebetüren wurde das Konzept an das nordische Klima angepasst. So entstand auf 253 m² ein offener, heller Neubau in klarem, minimalistischen Stil. Die Materialpalette wurde bewusst reduziert: Beton, Holz, Kalkstein und Glas betonen die Konzentration auf das Wesentliche.
„Die markante Kiefer prägt die Aussicht und wurde bewusst in die Planung integriert.“
Jonas Ljung, Bauhherr
Großzügige Glasflächen und bodentiefe Fenster lassen die Wohnräume optisch nahtlos in die umliegenden Kiefernwälder übergehen und machen einen markanten Baum zum zentralen Bestandteil des Wohnerlebnisses – der Namensgeber der „Pine Edge Villa“. Maßgefertigte Stauraumlösungen wurden elegant in das Interieur integriert, sodass der minimalistische Look erhalten bleibt, ohne auf Funktionalität zu verzichten. Warmes Eichenholz und sanft getönte Wände greifen die Farben der Natur auf und schaffen ein harmonisches Wohngefühl.
Spezielle Oberlichtlösungen lenken das Tageslicht gezielt durch das Haus, wo es mit Materialien und Formen in einen lebendigen Dialog tritt. Besonders das Badezimmer lebt von dem Kontrastspiel von Licht und Schatten. „Die beste Entscheidung war, uns auf unsere Vision zu konzentrieren, obwohl viele sie nicht für möglich hielten“, berichtet das Paar. Die geschickte Positionierung des Hauses in Kombination mit der offenen Gestaltung macht dieses Zuhause für die jungen Eltern zu ihrem persönlichen Wohlfühlort inmitten der Natur.