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Einzug der Giganten: Schüco präsentiert seinen weltweit größten Maschinenpark

Die Schüco CNC Maschine AF 510 wiegt über 10 Tonnen und hat eine Länge von 11 m. Wie man so einen Giganten in das neue Welcome Forum bekommt, verrät Andreas Darlath, Head of Business Unit Schüco Fabrication. Außerdem berichtet er im Interview, warum sich Verarbeiter den Besuch des neuen Showrooms Fabrication nicht entgehen lassen sollten.

Herr Darlath, so einfach wie „Tür auf, Maschine rein, Tür zu“ war die Einrichtung des neuen Showroom Fabrications offenbar nicht. Was haben Sie getan?

Zunächst mal haben wir viel geschafft! Kurz vor Jahreswechsel hat Schüco mit der Rohbauabnahme einen Meilenstein beim Bau des Welcome Forums erreicht. Nun konnten wir rund 30 große und kleine Maschinen – Stanzen, Sägen, CNC-Bearbeitungszentren, Montagemaschinen – in dem 2.000 Quadratmeter großen Showroom aufstellen.

Worin lag dabei die Herausforderung?

Für den Ein- und Umzug haben wir ein detailliertes Logistikkonzept erstellt. 90 Prozent der Maschinen konnten wir wie geplant im Januar aufstellen. Darauf sind wir stolz. Schließlich galt es, verschiedene Gewerke auf der Baustelle zu koordinieren – der Aussen- und Innenausbau des Welcome Centers lief weiter. Unser Anliefermodus war streng getaktet. Die Maschinen kommen von verschiedenen Orten, etwa aus der alten Kundenwerkstatt und einer Spezialhalle in Herford. Lieferanten haben auch neue Modelle gebracht.

Das klingt noch nicht besonders ungewöhnlich …

Die Platzsituation vor dem Beladetor war eng. Unverzichtbar beim Transport waren ein 100-Tonnen-Autokran sowie ein Schwerlast-Stapler. Mit ihrer Hilfe konnten wir die Maschinen in die Halle bringen. Leider hat der Wettergott nicht mitgespielt, als z.B. eines der größeren Bearbeitungszentren die AS 100 dran war: Bei den Außenarbeiten peitschte uns der Schneeregen nur so um die Ohren. Der Autokran hat die Maschine dennoch sicher abgesetzt. Weiter ging es dann auf Luftkissenpads.


Andreas Darlath, Head of Business Unit Schüco Fabrication, Bielefeld
Die Halle ist bereit für den Einzug von rund 30 Maschinen.

Luftkissenpads und schwere Maschinen, wie geht das zusammen?

Das Service-Team ist auf die fantastische Idee mit den Pads gekommen. Der neue grüne Fußboden in der Halle sollte unbeschadet bleiben. Würde man die Maschinen auf Panzerrollen transportieren, hätte das Abdrücke gegeben. Es musste also eine andere Lösung her.

Und wie sieht die aus?

Die Luftkissenpads funktionieren im System wie ein Hoovercraft – also ein Schwebefahrzeug: Jeweils vier Pads in einem Format von 500 mal 500 Millimeter aus Strangpress-Alu werden einfach unter die Maschine geschoben. Im Anschluss baut ein Kompressor den Luftstrom auf und die Maschine hebt sich. In diesem Zustand lässt sie sich wie ein Einkaufswagen ganz leicht schieben. Dennoch hieß es aufpassen: Eine Maschine war so breit, dass wir links und rechts nur zwei Zentimeter Abstand zu den Säulen bestand.

Die Maschinen wurden einfach in der Halle geparkt?

Das Service-Team hatte im Vorfeld festgelegt, was in welcher Reihenfolge aufgestellt werden soll. Da mussten Maschinen auch mal zwischengeparkt werden. Bis zu zehn Kollegen waren an den Arbeiten beteiligt: dirigieren, schieben, Position ausmessen...

Worauf haben Sie bei der Anordnung der Maschinen im Showroom Wert gelegt?

Wir wollen unsere Gäste durch die Prozesse im Metallbau führen – und zwar mit verschiedenen Fertigungslinien, passend zur jeweiligen Betriebsgröße. Schließlich hat ein großer Verarbeiter, der etwa im Objektbereich tätig ist, andere Anforderungen als ein mittlerer Metallbau-Partner.

Und mit den Maschinen läuft dann alles automatisch?

Die Montage ist nach wie vor viel Handarbeit. Für diesen Bereich halten wir unterschiedliche kleine Helfer bereit, die auch computergesteuert sein können. Jeder soll sich bei uns wiederfinden. Natürlich haben wir mit den verschiedenen Bereichen auch die Möglichkeit, Kunden die nächste, effiziente Entwicklung aufzuzeigen – immer mit der Frage verbunden: Was ist der nächste sinnvolle Schritt für den Verarbeiter?

Der 100-Tonnen-Autokran war ein unerlässlicher Helfer.
Die etwas beengte Platzsituation vor dem Tor meisterte das Schüco Team mit viel Geschick und Augenmaß.

Die Beratung ist also individuell auf jeden einzelnen Verarbeiter abgestimmt?

Unsere Spezialisten bieten eine Rund-um-Werkstattbetreuung. Wir beraten, fertigen ein Werkstatt-Layout an, laden die Partner zu uns ein, besprechen den Kunden Planungsprozess und den Layoutvorschlag. Dabei berücksichtigen die Kollegen die speziellen Anforderungen in einem Partner-Unternehmen, etwa hinsichtlich der Räumlichkeiten und des Materialflusses.

Welche Maschine begeistert Sie persönlich am meisten und warum?

Das ist schwer zu sagen, schließlich hat jede Maschine etwas Besonderes. Die neue Kombination aus CNC Bearbeitungsmaschine AF 510 und Laderoboter RX Load 500 ist sicherlich ein Highlight. Er läutet als automatisierte Produktionszelle ein neues Zeitalter ein und bietet Ansätze zur industriellen Fertigung. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft ist er sicher hilfreich für Schüco Partner.

Ein weiterer innovativer Helfer ist die Schüco GP 100. Die neue Dichtungsschneidemaschine arbeitet computergestützt und erlaubt es, Mitteldichtungen mit einer enormen Zeitersparnis zu fertigen.

Was erwartet die Gäste, wenn alles fertig ist?

Nirgendwo sonst auf der Welt haben Schüco Partner die Möglichkeit, so viele Maschinen in der Metallbau Fertigung zu erleben, wie im neuen Showroom Fabrication im Welcome Center in Bielefeld. Wir haben eine gute Mischung gefunden und uns steht drei Mal mehr Fläche als in der alten Kundenwerkstatt zur Verfügung. Allein das Durchlaufzentrum AS 100 benötigt eine Aufstellungsfläche von rund 160 Quadratmetern. Früher konnten wir dieses System nur bei Kunden vorführen oder wir haben sie am Bildschirm präsentiert.

Warum sollte ich mir als Schüco Partner den Besuch des Showroom Fabrication nicht entgehen lassen?

Wir bilden die gesamte Bandbreite und Wertschöpfungskette der Schüco Welt ab: von der Planung, bis zur  Kalkulation, von der Vorfertigung bis zum Zusammenbau. Dazu macht das Welcome Forum die Gesamtheit von Schüco hautnah erlebbar: Systeme, Fertigung, digitale Services und andere Dienstleistungen. Das ist einzigartig und gibt es sonst nirgends auf der Welt. Aus meiner Sicht wäre es optimal, alle Schüco Partner kommen einmal im Jahr zu uns, um die Neuheiten kennenzulernen. Fühlen Sie sich also regelmäßig und sehr herzlich eingeladen!


Weitere Infos zum Welcome Forum

Diese Services bietet Schüco im Bereich Werkstatt

Dank der Luftkissenpads aus Alu ließen sich selbst die großen Maschinen kinderleicht im Showroom Fabrication platzieren.

Neue Roboter zeigen ihr Können

Ganz neu bei Schüco ist die Robot-Beladung mit dem System RX Load 500, die kurz vor der Markteinführung steht. Schüco geht damit einen innovativen Entwicklungsschritt. Seit etwa drei Jahren kooperieren das Unernehmen dazu mit Kuka, einem der größten Roboter-Hersteller der Welt. RX Load 500 ist ein Ansatz zur industriellen Fertigung: In Kombination mit dem 5-Achs-Bearbeitungszentrum ergibt sich eine autonome Bearbeitungsstelle, die ohne einen Menschen arbeiten kann.

Der Roboter entnimmt Profile aus dem Magazin, führt sich der Maschine zu und legt die bearbeiteten Profile für den nächsten Arbeitsschritt wieder ab.

Schüco arbeitet an der Antwort auf die Frage, ob Roboter ein Fenster bauen kann, und will im Bereich Automation einen anderen Weg gehen als Mitbewerber. Schließlich geht es bei Schüco nicht nur um einen bestimmten Fenstertypen. Schüco bildet Systemtechnik in ihrer Gesamtheit ab, bietet also Lösungen mit sehr individuellen Größen und Anforderungen.

Interview Darlath
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