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Brandschutz:

Sicherheit, die man nicht sehen muss

Das Bedürfnis nach einer sicheren Umgebung nimmt heute weltweit einen zentralen Stellenwert ein – im privaten Wohnbau ebenso wie bei öffentlichen und gewerblichen Objekten. Effiziente Sicherheitskonzepte, wozu auch der Brandschutz zählt, müssen höchste Priorität bei Architekten, Planern und Bauherren haben. Dazu bedarf es fundierter Fachkenntnisse, sie reichen von den bauordnungsrechtlichen Grundlagen, der Vielzahl an Verordnungen bis zur europäischen Ebene, über die Produkt- und Materialwahl bis zur strategischen Herangehensweise an die Planung von Neubauten und Bestandsgebäuden. Für ein funktionierendes Brandschutzkonzept tragen alle Beteiligten eine hohe Verantwortung. Trotz seiner technokratischen Formulierungen kann der Brandschutz auch eine ästhetische Qualität entfalten, wie viele realisierte Projekte zeigen.

„Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“ Der in § 14 der Musterbauordnung (MBO) (aktuelle Fassung 22.02.2019) festgeschriebene Artikel zum Brandschutz definiert die gesellschaftlich vereinbarten Schutzziele, auf die Bewohner und Nutzer von baulichen Anlagen einen gesetzlichen Anspruch haben. Die Anforderungen an die Technik dürfen nicht als Einschränkung gesehen werden, denn im Zweifel retten sie Menschenleben. Dies in einer frühen Planungsphase mit einzubeziehen, ist eine architektonische Herausforderung unter verschiedenen Aspekten. 

Ein optimales Brandschutzkonzept vereint in einer ganzheitlichen Betrachtung die allgemeinen Schutzziele und die nutzungsspezifischen Risiken, auch im Hinblick auf Kosteneffizienz beim Bau und dem Gebäudebetrieb. Der Brandschutz setzt sich aus dem vorbeugenden (baulicher, anlagentechnischer und betrieblich-organisatorischer Brandschutz) und dem abwehrenden Brandschutz zusammen. Für den Entwurf und dessen gestalterische Umsetzung relevant ist der bauliche Brandschutz. Neben der Gebäudegeometrie, der Lage und der Gebäudehöhe ist die Abschnittsbildung der Geschosse und Nutzungseinheiten zu Brandschutzabschnitten und Flucht- und Rettungswegen wichtig. Auch die Bauweise und Auswahl der Baustoffe und Produkte in puncto Brennbarkeit und Feuerwiderstandsdauer zählen zum baulichen Brandschutz, ebenso wie die Nutzung. Im Gegensatz zum Neubau, bei dem die Brandschutzplanung von Beginn an in den Entwurf einbezogen wird, sind Planung und Umsetzung des Brandschutzes beim Umbau von bestehenden Bauten mit mehr Aufwand verbunden.

Auszug Normen:

Auszug Normen:

  • DIN 4102-5: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Feuerschutzabschlüsse, Abschlüsse in Fahrschachtwänden und gegen Feuer widerstandsfähige Verglasungen, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen 
  • DIN EN 16034: Türen, Tore und Fenster – Produktnorm, Leistungseigenschaften – Feuer- und/oder Rauchschutzeigenschaften

Türen und Fenstern kommt neben der Einteilung der Ebenen in Brandabschnitte als raumabschließende Bauteile eine wichtige Bedeutung im vorbeugenden Brandschutz zu. Bauordnungsrechtlich als „Abschlüsse“ bezeichnet, zählen sie wie Decken und Wände mit Brandschutzqualität zu den wichtigen Elementen, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern. Damit die abschottende Wirkung von für den Brandschutz wichtigen Bauteilen erhalten bleibt, sind Türen nach § 29 Absatz 5 der Musterbauordnung (MBO) feuerbeständig, hoch feuerhemmend, feuerhemmend, dicht- und selbstschließend auszubilden. Die Anforderungen an Gebäude werden individueller und durch die Bautechnik komplexer. Auch die Produktentwicklung muss schnell und flexibel auf die Wünsche der Architekten und Planer reagieren. Dies gilt hinsichtlich der Profilgeometrie oder der Systemgrößen zugunsten des architektonischen Spielraums. Aber muss das, was unverzichtbar für unsere Sicherheit ist, automatisch unansehnlich sein? Nein.

Fenster und Türen bestehen aus drei Elementen: einem beweglichen Flügel, einer mit der Wand / Fassade verbundenen Zarge und den sogenannten Beschlägen. Während die Gestaltung des Flügels und der Befestigung viele Möglichkeiten bietet, sind die Beschläge – Bänder sowie Griffe und Schlösser – mit speziellen Funktionen ausgestattet: in der Konstruktion, der Ausführung und den Sicherheitsanforderungen. Die bauaufsichtliche Zulassung für Feuerschutz- und Rauschutztürbeschläge stellt hohe Anforderungen an die jeweiligen Produkte.


Um die Ansprüche an Funktion und Design zu vereinen, wurde die Brand- und Rauchschutzplattform Schüco FireStop weiterentwickelt. Plattform deshalb, weil das Konzept auf einer falzoffenen Profilgeometrie mit einer Bautiefe von 90 mm basiert und damit maximale Flexibilität innerhalb des Systems bietet.

Und was ist dessen Mehrwert?

Und was ist dessen Mehrwert?

  • verdeckt liegende Türbänder mit einer hohen Lastabtragung von bis zu 220 kg Flügelgewicht
  • verdeckt liegende Türschließer mit stufenlos einstellbarer Schließkraft
  • Erhöhung der Systemgrößen von Festverglasungen bis zu einer Höhe von fünf Metern
  • einfache Nach- und Umrüstung von Beschlägen und Kabeln

Schüco FireStop ADS 90 FR 30

Schüco FireStop ADS 90 FR 30

Die Brandschutzkonstruktion Schüco FireStop ADS 90 FR 30 ist Bestandteil der innovativen Schüco FireStop Systemplattform und bietet ein attraktives Brandschutztür- und -wandprogramm – geprüft nach EN 1634/EN 1364 und DIN 4102 für einen Feuerwiderstand von 30 Minuten. Die Entwicklung eines innovativen falzoffenen Profilsystems, in das mittels einer Klicktechnik Beschlagsbefestigungen integriert werden können, reagiert flexibel auf Nutzungsänderungen, ohne Abstriche am Design machen zu müssen oder die Zulassung zu verlieren. Das kompatibel konstruierte System kann so schnell und kostensparend mit zusätzlichen elektrischen Komponenten aufgerüstet und funktionell vielseitig erweitert werden. In der Variante Schüco FireStop ADS 90 FR 90 wird maximale Sicherheit mit 90 Minuten Feuerwiderstand garantiert.


Die Profile, das Zubehör sowie die Beschläge sind überwiegend identisch. Durch den zusätzlichen Einbau von Zubehörteilen wie z.B. Brandschutzisolatoren und Glashaltern wird die höchste Feuerwiderstandsklasse von 90 Minuten erreicht. Das ungedämmte Rauchschutzsystem Schüco FireStop ADS 76.NI SP rundet mit seinen Systemlösungen für Rauchschutztüren nach EN 1634-3 / DIN 18095 die Plattform ab.


Weitere technische Informationen, Ausschreibungstexte, CAD- und BIM-Daten sowie Informationen für die Gebäudezertifizierung finden Sie unter „Mein Arbeitsplatz“. Die Registrierung ist nur einen Klick entfernt!

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