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Wohlfühlen in einer gesunden Umgebung

Der Mensch verbringt mindestens zwei Drittel seiner Lebenszeit in Gebäuden. Sei es, um einer Arbeit nachzugehen, die Freizeit zu gestalten oder schlicht zu wohnen und zu leben. Die Qualität der Innenräume spielt also eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Konzentration und Leistungsfähigkeit hängen ebenso davon ab wie Gesundheit und Komfort. Auch wenn die Wahrnehmung von Raum individuell geprägt ist, können einige Kriterien zur Bewertung der Aufenthaltsqualität herangezogen werden: Behaglichkeit, Lichtverhältnisse, Lärmquellen sowie Bauweise und Materialeigenschaften. Dazu kommen äußere Einflussfaktoren wie die Klimazone, Orientierung des Gebäudes und der Sonneneintrag, der die Wahrnehmung beeinflusst. Außerdem die inneren Faktoren von der Art der Nutzung bis hin zum Aktivitätsgrad der Tätigkeit.

Behaglichkeit wird von jedem Nutzer anders empfunden, liegt aber innerhalb messbarer Größen. Die Qualität der Raumluft ergibt sich aus dem ausgewogenen Verhältnis von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -geschwindigkeit. Für die Lufttemperatur ist die Relation von Raumvolumen zu umschließender Fläche (Boden, Wand, Decke) ebenso wichtig wie das Verhältnis von offenen und geschlossenen Flächen (Fensterflächen und Türöffnungen). Denn ein kompakter Raum wirkt sich auf die Oberflächentemperatur und damit die Raumqualität anders aus als ein großer, hoher Innenraum. Hier muss die Oberflächentemperatur eventuell sogar künstlich angehoben werden, um die gleiche Behaglichkeit zu simulieren (empfohlene Raumlufttemperatur: 20 – 22°C, Wandoberflächentemperatur: 17 – 19°C).

Durch die Differenz von Raumlufttemperatur und innerer Oberflächentemperatur entwickelt sich beim Austausch von warmer und kalter Luft durch größere Temperaturunterschiede eine Luftbewegung, die bei zu großem Unterschied schnell als unbehaglicher Luftzug empfunden wird. Wo die natürlichen Grenzen erreicht sind, regulieren Heiz- und Kühlflächen das Raumklima. Intelligente Konzepte integrieren die Technik weitestgehend unsichtbar und reduzieren die technischen Lösungen auf ein vertretbares Mindestmaß. Auch die relative Luftfeuchte steht in Abhängigkeit zur Raumtemperatur. Warme Luft nimmt mehr Wasserdampf auf als kalte Luft, ein Maß von 45 – 55% relative Luftfeuchte sollte nicht über- und unterschritten werden. 


Auch der Luftwechsel hat Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Durch Aktivitäten wie Kochen, Sport oder schlicht intensive Arbeitssituationen in zu kleinen Räumen beeinflussen wir die Luftqualität aktiv. Bis zu 16.000 Liter frische Luft atmet ein Erwachsener durchschnittlich am Tag ein und aus. Geht die Frischluft aus, führt die steigende CO2-Konzentration zu Konzentrationsverlust und Müdigkeitserscheinungen, im schlimmsten Fall zum sogenannten Sick-Building-Syndrom. In der aktuellen DIN 1946-6:2019-12 Raumlufttechnik - Teil 6: Lüftung von Wohnungen sind die allgemeinen Grundbedingungen und die Anforderungen an die Auslegung, Ausführung, Inbetriebnahme und Übergabe sowie Instandhaltung geregelt.


Aber die größte Schwachstelle ist immer noch der Nutzer selbst. Ein falsches Nutzerverhalten beim Lüften ist ebenso kontraproduktiv wie der Einbau von überdimensioniertem technischem Equipment. Die Regulierung der Luftzufuhr geschieht über drei Lüftungsarten: die manuelle, individuelle Steuerung, den Einbau einer automatisierten Zu- und Abluft oder ein hybrides System aus natürlicher und mechanischer Lüftung.

Der Vorteil von dezentralen Lüftungslösungen über die Integration in die Fenster bzw. Fassade liegt auf der Hand. Ein selbstregulierender Fensterlüfter kann nahezu unsichtbar in den Blendrahmen installiert werden. Er benötigt so weder eine Installationsfläche in der Geschosshöhe noch Technikflächen und ist zugleich dezentral und damit individuell ansteuerbar.

Auch die Raumakustik trägt zur Behaglichkeit und Nutzbarkeit eines Raumes bei. Besonders deutlich wird dies bei Räumen, die von vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden oder mit denen eine Erwartungshaltung verbunden ist, z. B. Ruhe in Schlafräumen. Schon in der Entwurfsplanung muss der Raum hinsichtlich des Schallverhaltens, aber auch der Verwendung von Materialien, Oberflächen und integrativen Maßnahmen überprüft werden.

Neben den Planern stehen auch die Entwickler von Fenstern und Fassaden vor der Herausforderung, neue Lösungen zur Schallreduktion bei der Gestaltung der Gebäudehülle zu finden – in Form einer Schallreduktion von außen zu den Innenräumen als auch einer Reduktion der Schallausbreitung im Gebäudeumfeld. Für die unterschiedlichen Anforderungen an den Schalldämmwert bei geöffnetem Fensterelement stehen verschiedene Fensterlösungen zur Auswahl. So bietet das Schüco Schallschutzfenster AWS 90 AC.SI hohen Schallschutz bei gleichzeitiger natürlicher Lüftung im gekippten Zustand. Mit Hilfe des in den Fensterprofilen verbauten schallabsorbierenden Materials wird die einströmende Luft über Profilkammern geleitet, die der strömenden Luft die Schallenergie entziehen. Damit kann ein Schalldämmwert von bis zu 31dB erreicht werden, was insbesondere in der Nacht einen ruhigen Schlaf bei guter Luftqualität ermöglicht.

Lüften ohne Lärmbelästigung ist gerade bei Gebäuden im städtischen Umfeld zu einem großen Thema geworden. Der Fensterlüfter Schüco VentoFrame Asonic, entstanden in Partnerschaft mit Renson, ist ein Lüftungssystem, das eine natürliche Frischluftzufuhr mit akustischem Komfort kombiniert. Bis zu 42 dB Schallpegeldifferenz können während der Lüftung durch eine dicht schließende Konstruktion aus schalldämmenden Materialien erreicht werden.

Ein wesentlicher Baustein zum Thema Gesundes Bauen ist der Einsatz von schadstoffarmen Materialien und Oberflächenbeschichtungen. Die Einführung der EPD (Environmental Product Declaration) als Dokumentation der umweltrelevanten Eigenschaften eines Produkts führt zur notwendigen Transparenz für zukünftige Entwicklungen. Dazu gehört die Kenntnis der Zusammensetzung des Produkts über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Relevant ist auch die fachgerechte Verwendung – was den Ausschluss von Schadstoffen, Gerüchen und Emissionen voraussetzt.

Aber auch sich verändernde gesundheitliche Bedingungen, wie aktuell die Verbreitung der Corona-Pandemie, lenken ein ganz spezielles Augenmerk auf das Thema Gesundheit. Die Hygieneanforderungen gerade in den Innenbereichen von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden wachsen stetig. Dass Architektur und Design einen wichtigen Beitrag zur Hygiene im Krankenhaus leisten können, zeigt das Forschungsprojekt KARMIN (Krankenhaus, Architektur, Mikrobiom und Infektion), es wird als Teilprojekt in dem hochinnovativen Forschungsverbund InfectControl 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Daran nimmt Schüco als ein Industriepartner teil, neben einem Konsortium aus Wirtschaftsunternehmen und den Verbundpartnern TU Braunschweig, Charité Universitätsmedizin Berlin, Universitätsklinikum Jena und Röhl GmbH im Fachbereich Blechbearbeitung.

Krankenhausinfektionen und multiresistente Erreger, gegen die keine Antibiotika mehr helfen, sind in Kliniken immer häufiger ein weiteres großes Problem. Insbesondere in Mehrbettzimmern können Bakterien schnell übertragen und zu einer akuten Gefahr für die Patienten werden. Deshalb wird bislang gefordert, mit multiresistenten Erregern infizierte Patienten in Einzelzimmern zu isolieren. Doch die ausschließliche Nutzung von Einbettzimmern ist mit vielfachen Nachteilen und höheren Kosten verbunden. Aus diesem Grund hat das Team der TU Braunschweig jetzt ein infektionssicheres Zweibettzimmer inklusive getrennter Nasszellen entworfen und als Prototyp realisiert. Dieses beispielgebende Projekt soll die Antwort auf zwei wesentliche Fragen ermöglichen, erstens, welchen Einfluss die Architektur eines Krankenhauses auf die Hygiene hat, und zweitens, ob das Zweibettzimmer ausreichend infektionssicher für die Patienten ist.


Als Lösung für das Thema multiresistente Keime wurde die antimikrobielle Oberfläche Schüco SmartActive entwickelt, die sowohl für Griffe als auch Profiloberflächen verwendet werden kann. In die Oberfläche eingebundene hochreine Mikrosilberpartikel (nanofrei und für die menschliche Haut unbedenklich) lassen die Keime, die mit der Oberfläche in Kontakt kommen, absterben und verhindern somit deren weitere Verbreitung. Folglich kann schon ein unkomplizierter Griffaustausch einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung von Schadstoffen leisten und die bewährten Betriebsabläufe unterstützen.

Für die alltäglichen Verrichtungen können auch eher kleine Lösungen großen Komfort beim Raumklima und der Gesundheit bieten. Beschlagskomponenten können als „Kleine Helfer“ einfach verbaut werden und im Alltag z.B. beim Lüften unterstützen. Die Wünsche beim Lüften sind sehr individuell. Während manche Nutzer mit einem hohen Lüftungsquerschnitt einen maximalen Durchzug erreichen möchten, zeigen sich andere eventuell empfindlich gegenüber Zugluft. Mit den neuen AWS 114 Flügelfeststellern für Senk-Klapp-Fenster lässt sich der Öffnungsgrad an die individuellen Wünsche anpassen und von 88 mm bis 259 mm Öffnungshub einstellen. Der Flügelfeststeller verhindert das Aufschlagen des Flügels bei Wind und somit die dynamische Belastung der Beschläge und führt gleichzeitig zu mehr Sicherheit.

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