EUREF-Gasometer

Industriedenkmal als bauliches Statement der Energiewende

Der Gasometer in Berlin-Schöneberg, einst Symbol des Industriezeitalters, wurde durch eine umfassende Sanierung in ein Büro- und Veranstaltungszentrum transformiert. Dafür integrierte man einen Büroturm mit 35.000 m² Nutzfläche in das denkmalgeschützte Stahlgerüst. Als Teil des EUREF-Campus ist das Gasometer heute ein Ort für Digitalisierung, Energieinnovation und internationale Begegnungen mit beeindruckendem Panoramablick über Berlin.

Details zur Referenz

Gebäudetyp Quartier und Mischnutzung
Produktbereiche Fenster Türen Fassaden Sonnenschutz
Schüco Systeme FWS 50 ADS 75 HD.HI AWS 75.SI+ AD UP 75 AWS 65 BS CTB auf AWS AF UDC 80
Merkmale Sanierung Design und Ästhetik Investoren
Standort Berlin, Berlin
Fertigstellung 2023
Architekten EUREF-Consulting Gesellschaft von Architekten und Ingenieuren
Fachbetrieb FKN Fassaden
Bildnachweis © Stefan Brückner

Bedeutendes Zeugnis der Industriearchitektur

Der zwischen 1908 und 1910 errichtete Gasbehälter versorgte die Stadt über Jahrzehnte mit Gas und konnte bis zu 160.000 Kubikmeter Brennstoff speichern. Als Symbol des Berliner Industriezeitalters prägte er mit seiner imposanten Stahlkonstruktion, die 1994 unter Denkmalschutz gestellt wurde, das Stadtbild. Nach seiner Stilllegung stand das Gebäude jedoch lange leer – bis das Gelände Teil des Innovationsparks EUREF-Campus wurde und die neuen Eigentümer ein Projekt zur Umgestaltung des Wahrzeichens vorstellten.

Umfassende Revitalisierung

Im Rahmen der Entwicklung des EUREF-Campus wurde der Gasometer ab 2007 durch die EUREF AG umfassend revitalisiert. Ziel war es, das historische Bauwerk in ein Symbol für die Energiewende und nachhaltige Stadtentwicklung zu transformieren. In das Stahlgerüst wurde ein 15-stöckiger Büroturm mit rund 35.000 Quadratmetern Nutzfläche integriert – mit einem respektvollen Abstand von einem Meter zur historischen Struktur. Die denkmalgerechte Sanierung erhielt die äußere Stahlkonstruktion. 2024 war die Sanierung abgeschlossen und die Stahlkonstruktion in ein modernes Bürozentrum umgewandelt, das bis 2045 den Standards der Klimaneutralität entspricht.

Moderne Architektur im historischen Raster

Innerhalb des Gastankgerüsts wurde ein 15-stöckiges Gebäude errichtet, das optisch in dem Stahlring „aufgehängt“ ist. Die transluzente Gebäudehülle unterstreicht die zeitgemäße Nutzung, ohne die historische Gestalt zu dominieren oder zu verfälschen. Für die Fassaden kommen die Systeme Schüco AWS 90 BS und Schüco CTB zum Einsatz, die für maximale Energieeffizienz und natürliche Belichtung sorgen. Der gesamte Komplex ist mit Technologien zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen ausgestattet. Moderne Sonnenschutzsysteme, wie CTB von Schüco, wurden integrativ eingesetzt, um eine Balance zwischen Klimaschutz, Tageslichtnutzung und gestalterischer Zurückhaltung zu gewährleisten.

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