Ja, Sanierungen im laufenden Betrieb sind grundsätzlich möglich – insbesondere bei öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kliniken oder Kasernen, aber auch im Wohnungsbau.
Voraussetzung ist neben einer sorgfältigen Bauablaufplanung mit klar definierten Bauabschnitten, abgestimmter Logistik und geeigneten Sicherheitsmaßnahmen vor allem eine fundierte Bestandsanalyse. Vor Beginn der Planung müssen Bauzustand, Tragwerk, Bauphysik, mögliche Schadstoffbelastungen sowie brandschutz- und baurechtliche Anforderungen geprüft werden. Erst daraus lässt sich die erforderliche Sanierungstiefe ableiten.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist ein hoher Vorfertigungsgrad der eingesetzten Elemente. Vorgefertigte Fassaden- und Fenstersysteme verkürzen Montagezeiten vor Ort und reduzieren Lärm- sowie Staubbelastung.
Für Sanierungen im laufenden Betrieb bietet Schüco Lösungen, die Eingriffe in die Bausubstanz minimieren. Dazu zählen der Komponenten- oder Flügeltausch bestehender Fenster, Fenstersysteme wie AWS 75.SI+ Reno, bei denen – sofern technisch geeignet – neue Rahmen auf vorhandene Blendrahmen aufgesetzt werden können, sowie Fassadenlösungen wie Schüco AOC 50/60 Reno für bestehende Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Modulare Systeme wie Schüco Perfect integrieren Fenster, Sonnenschutz und Fensterbank vorkonfektioniert und unterstützen eine zügige Montage.
Entscheidend bleiben jedoch stets die individuellen Gegebenheiten des Bestands und die Abstimmung mit dem Gebäudebetreiber. Bei entsprechender Planung lässt sich die Gebäudehülle so modernisieren, dass Nutzungseinschränkungen zeitlich und organisatorisch begrenzt werden können.