Das Finanzpaket des Bundes steht.

Die Aufgaben sind groß. Wir liefern die Lösungen für die Gebäudehülle – schnell, sicher und nachhaltig. Deutschland investiert in die Zukunft. Ob Sanierung von Schulen, Ausbau der Verteidigungsinfrastruktur oder die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum: Die Mittel sind bereitgestellt und die Rahmenbedingungen geschaffen. Jetzt geht es um die Umsetzung. Die Gebäudehülle ist dabei der entscheidende Hebel für Energieeffizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Schüco bündelt 75 Jahre Expertise in durchgängigen, geprüften Systemlösungen, damit Sie komplexe Anforderungen in erfolgreiche Projekte verwandeln.

Events

Mai

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26.05.2026 - 26.05.2026

12:00 - 16:30 Uhr

Planer Symposium – Brandschutz im System unter Beachtung der KRITIS 27001

Erleben Sie das Planer-Symposium über WirliebenBAU, bei dem renommierte Expert:innen innovative Lösungen und aktuelle Anforderungen rund um den Brandschutz im System und die Berücksichtigung kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sowie der ISO 27001 vorstellen. Tauschen Sie sich mit Fachkolleg:innen aus und sichern Sie sich wertvolle Impulse für Ihre Planungspraxis. Melden Sie sich jetzt an und gestalten Sie die Zukunft des sicheren und nachhaltigen Bauens mit!

Mehr Informationen

Juni

September

November

Ihr Projekt. Unsere Expertise

Egal in welcher Phase Sie sich befinden – Umsetzung, Betrieb bis hin zum Rückbau und Recycling – unsere Experten unterstützen Sie dabei, die Mittel aus dem
Finanzpaket optimal einzusetzen

FAQ

Können Sanierungen im laufenden Betrieb (z. B. Schulen oder Kasernen) durchgeführt werden?

Ja, Sanierungen im laufenden Betrieb sind grundsätzlich möglich – insbesondere bei öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kliniken oder Kasernen, aber auch im Wohnungsbau.

Voraussetzung ist neben einer sorgfältigen Bauablaufplanung mit klar definierten Bauabschnitten, abgestimmter Logistik und geeigneten Sicherheitsmaßnahmen vor allem eine fundierte Bestandsanalyse. Vor Beginn der Planung müssen Bauzustand, Tragwerk, Bauphysik, mögliche Schadstoffbelastungen sowie brandschutz- und baurechtliche Anforderungen geprüft werden. Erst daraus lässt sich die erforderliche Sanierungstiefe ableiten.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist ein hoher Vorfertigungsgrad der eingesetzten Elemente. Vorgefertigte Fassaden- und Fenstersysteme verkürzen Montagezeiten vor Ort und reduzieren Lärm- sowie Staubbelastung.

Für Sanierungen im laufenden Betrieb bietet Schüco Lösungen, die Eingriffe in die Bausubstanz minimieren. Dazu zählen der Komponenten- oder Flügeltausch bestehender Fenster, Fenstersysteme wie AWS 75.SI+ Reno, bei denen – sofern technisch geeignet – neue Rahmen auf vorhandene Blendrahmen aufgesetzt werden können, sowie Fassadenlösungen wie Schüco AOC 50/60 Reno für bestehende Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Modulare Systeme wie Schüco Perfect integrieren Fenster, Sonnenschutz und Fensterbank vorkonfektioniert und unterstützen eine zügige Montage.

Entscheidend bleiben jedoch stets die individuellen Gegebenheiten des Bestands und die Abstimmung mit dem Gebäudebetreiber. Bei entsprechender Planung lässt sich die Gebäudehülle so modernisieren, dass Nutzungseinschränkungen zeitlich und organisatorisch begrenzt werden können.

Was bedeutet die Finanzpaketoffensive des Bundes für Infrastruktur, Verteidigung und Wohnungsbau?

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2026 umfassende Investitionen mit einem Gesamtbudget von 520,5 Milliarden Euro beschlossen, wovon über 128 Milliarden Euro auf Rekordinvestitionen entfallen. Im Bereich Infrastruktur fließen über 34 Milliarden Euro in klassische Verkehrsinvestitionen für Straße, Schiene und Wasserwege. Zudem gibt es ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, wobei ein Schwerpunkt auf der Modernisierung öffentlicher Gebäude liegt.

Für die Verteidigung steigt der Etat im Jahr 2026 von 62,4 auf 82,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen 25,5 Milliarden Euro aus dem Sonderetat für die Bundeswehr sowie eine Aufstockung um bis zu 10.000 zusätzliche Soldaten. Dies markiert auch einen Umbruch für Bauvorhaben derBundeswehr, die durch beschleunigte Genehmigungsverfahren unterstützt wird. 

Um Wohnraum schneller zu schaffen und langfristig zu sichern, wurden auf Bundesebene regulatorische und finanzielle Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Mit dem am 30. Oktober 2025 in Kraft getretenen „BauTurbo“-Gesetz sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren im Bauplanungsrecht beschleunigt werden. Die befristet bis Ende 2030 geltenden Vereinfachungen zielen darauf ab, Bauvorhaben zügiger umzusetzen und damit zusätzliche Wohnraumkapazitäten schneller verfügbar zu machen.

Flankierend sind im Bundeshaushalt für das Jahr 2026 insgesamt 4 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Diese Mittel unterstützen den Neubau sowie die Modernisierung und tragen dazu bei, bezahlbaren Wohnraum nicht nur neu zu schaffen, sondern auch dauerhaft zu sichern.

Welche Nachhaltigkeits- und Förderstandards sind bei der Gebäudehülle aktuell relevant?​

Im Kontext von nachhaltigem Bauen und energieeffizienter Gebäudehülle sind derzeit insbesondere das BNB, die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) relevant.

Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist für Bundesbauten verpflichtend. Es bewertet Gebäude ganzheitlich über den Lebenszyklus – einschließlich ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Kriterien. Für die Nachweisführung sind Umweltproduktdeklarationen (EPDs) und belastbare Ökobilanzdaten erforderlich.

Die BEG-Förderung ist das zentrale Programm für energetische Sanierung und Neubau. Förderfähig sind definierte Effizienzhaus-Standards, etwa EH 40 im Neubau. Maßgeblich ist die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes – inklusive der Qualität der Gebäudehülle.

Das QNG ist Voraussetzung für erhöhte Förderstufen im Neubau und stellt Anforderungen an CO₂-Bilanz, Ressourceneffizienz, Schadstofffreiheit und Rückbaubarkeit über den gesamten Gebäudelebenszyklus.

Zusätzlich gewinnen europäische Vorgaben wie die EU-Taxonomie und die Weiterentwicklung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) an Bedeutung. Sie beeinflussen Investitionsentscheidungen und verschärfen schrittweise die Anforderungen an Energieeffizienz und CO₂-Reduktion im Gebäudesektor.

Worauf kommt es bei Ausschreibung und Vergabe der Gebäudehülle an?

Bei der Ausschreibung der Gebäudehülle – insbesondere von Fassade, Fenstern und Außentüren – sind technische Präzision, vergaberechtliche Sicherheit und klare Schnittstellendefinitionen entscheidend. Grundlage ist eine eindeutige und vollständige Leistungsbeschreibung gemäß VOB/A. Darin müssen alle funktionalen und technischen​

Anforderungen klar definiert sein, unter anderem:​

  • Wärmeschutz (z. B. Uw-Werte gemäß GEG oder Fördervorgaben)​
  • Schallschutz (z. B. Rw-Werte nach DIN 4109)​
  • Einbruchschutz (z. B. Widerstandsklasse gemäß DIN EN 1627)​
  • Anforderungen an Schlagregendichtheit, Windlast und Luftdichtheit​
  • gegebenenfalls Brandschutzanforderungen gemäß Landesbauordnung​
  • Dauerhaftigkeit, Wartungsfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit​

Ebenso wichtig ist die klare Definition der Schnittstellen zu angrenzenden Gewerken, etwa Rohbau, Abdichtung, Sonnenschutz oder Haustechnik. Unklare Zuständigkeiten zählen zu den häufigsten Ursachen für Nachträge und Bauverzögerungen.​

Bei der Vergabe können neben dem Angebotspreis auch qualitative Zuschlagskriterien berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise:​

  • Lebenszykluskosten​
  • Nachhaltigkeitsnachweise wie EPDs​
  • CO₂-Bilanz über den Lebenszyklus​
  • Rückbau- und Recyclingfähigkeit​

Diese Kriterien müssen jedoch vergaberechtskonform und produktneutral formuliert sein.​

Zunehmend gewinnen außerdem digitale Planungsmethoden wie BIM an Bedeutung. Die Bereitstellung strukturierter Planungsdaten erleichtert die Koordination, Kollisionsprüfung sowie die spätere Dokumentation für Betrieb und Facility Management. Eine fachgerecht vorbereitete Ausschreibung der Gebäudehülle schafft somit die Grundlage für:​

  • Kostensicherheit​
  • termingerechte Ausführung​
  • technische Funktionssicherheit​
  • langfristige Werthaltigkeit des Gebäudes​
Wie funktioniert Sanierung im laufenden Betrieb (Schule, Klinik, Kaserne)?

Für Sanierungen im laufenden Betrieb bietet Schüco speziell entwickelte Konzepte, die auf Vorfertigung und modulare Systeme setzen. Lösungen wie Schüco Perfect oder das Schüco Fenstersystem AWS 75.SI+ minimieren durch werksseitige Vorfertigung die Baustellenzeit erheblich. Die Umsetzung erfolgt phasenweise, etwa in Ferienzeiten bei Schulen , wobei die Logistik eng auf den Betrieb abgestimmt wird.

Technische Lösungen ermöglichen auch eine Fenstersanierung von außen, was Störungen im Innenbereich minimiert, sowie eine schnelle Montage durch Systembausteine. Spezielle Anforderungen der jeweiligen Gebäudetypen werden berücksichtigt: Lärmschutz und Sicherheit für Schulen (z. B. AvanTec SimplySmart), Hygiene und Schallschutz für Kliniken sowie Sicherheitsstandards für Kasernen. Digitale Unterstützung durch präzise Planung, 3D-Bestandsaufnahmen und Machbarkeitsbewertungen reduziert Nacharbeiten. Ein Beispiel hierfür ist die Kita München-Altschwäbing, die im laufenden Betrieb saniert und erweitert wurde.