Lamb Street Building

Markante Stahlkonstruktion für Gewerbe und Gastronomie

Eine oxidrote Stahlkonstruktion verleiht dem Lamb Street Building sein unverwechselbares Aussehen. Um diesen ausgeprägten industriellen Charakter zu betonen, wurde die thermische Gebäudehülle hinter der Stahlkonstruktion angeordnet. Für die Herstellung der raumabschließenden Vorhangfassaden kamen sowohl ein Aluminiumsystem als auch das Stahlfassadensystem Schüco VISS SG zum Einsatz.

Details zur Referenz

Gebäudetyp Quartier und Mischnutzung
Produktbereiche Türen Fassaden
Schüco Systeme VISS SG FWS 50 AD UP 75
Merkmale Sanierung Investoren
Standort Tower Hamlets, Vereinigtes Königreich
Fertigstellung 2021
Architekten Bond Bryan Architects Ltd.,Foster + Partners
Fachbetrieb Nueco Group Ltd,Propak Architectural Glazing Ltd
Bildnachweis © BondBryan

Foster + Partners beleben Londoner Stadtteil Spitalfields

Im Bishops Square Retail, einem Gewerbe- und Freiflächenprojekt im Londoner Stadtteil Spitalfields, bildet ein 70 Meter langes und 15 Meter breites Bauwerk einen Blickfang in der Lamb Street. Mit seiner oxidroten Stahlkonstruktion ähnelt das Lamb Street Building den Industrie- und Lagerhallen, die einst das Londoner East End prägten. Das Erdgeschoss beherbergt zehn Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe. Sie sind so gestaltet, dass sie während der gesamten Nutzungsdauer des Gebäudes flexibel genutzt werden können. Eine größere Gewerbeeinheit im ersten Obergeschoss ist über ein gebäudehohes Foyer am westlichen Giebel zugänglich.

Umlaufende Structural Glazing Fassade

Gestalterisches Ziel war es, den industriellen Charakter mit Stahlträgern, sichtbaren Befestigungen und rotem Oxidstahl zu inszenieren. Daher wurde die thermische Gebäudehülle, eine umlaufende Structural Glazing Fassade, dahinter angeordnet und Aluminium- und ein Stahlfassadensysteme kombiniert: Die raumhohen Ladenfronten im EG und die Gewerbeeinheit im OG wurden aus dem Aluminiumsystem Schüco FWS 50+ SG gefertigt. Als Eingangstüren wurde Schüco AD UP 75 mit verdeckt liegenden Scharnieren und türhohen Griffstangen verbaut. Für das gebäudehohe Atrium wählten die Architekten das Stahlsystem Schüco VISS SG. „Die beiden Systeme sind optisch und leistungsmäßig nahezu identisch, jedoch kann nur das Stahlsystem VISS SG die doppelte Höhe überspannen“, so die Architekten. „Angesichts der Ähnlichkeit der beiden Systeme bot die Kombination von Aluminium- und Stahlfassade wirtschaftlich die optimale Lösung.“

Gebündelte Expertise für gelungenes Design

Die Details der Vorhangfassade aus dem Stahlprofilsystem Schüco VISS SG, einschließlich der Glashalterungen, entwickelten die Projektpartner VolkerFitzpatrick, Nuëcø Facade & Glazing Solutions und Foster + Partners sowie Bond Bryan in enger Zusammenarbeit. Dabei galt es sicherzustellen, dass die oxidrote Stahlkonstruktion das primäre Gestaltungselement blieb, während gleichzeitig die funktionalen Anforderungen an Wasser- und Schlagregendichtheit, Windlasten und Luftdurchlässigkeit erfüllt und Wärmebrücken vermieden werden.

Objektspezifische Pfosten und Glashalterungen

Die Montage der bis zu 800 kg schweren Vorhangfassadenelemente hinter der primären Stahlkonstruktion stellte eine große Herausforderung dar. An ihrem oberen und unteren Ende ist die Vorhangfassade Schüco VISS SG mittels objektspezifischer, maßgefertigter Glashalterungen an der Primärkonstruktion befestigt. Seitlich ist sie freitragend, sodass sie sich mit dem Gebäude mitbewegen kann. Zwei Stahlpfosten und ein U-Profil wurden so miteinander verbunden, dass sie in der Länge freitragend fungieren, und anschließend verkleidet, damit sie nahtlos wirken. Als besonders anspruchsvoll erwies sich die Ausbildung der Eckverbindungen über Glas. Hierfür wurde das Standardprofil VISS SG so modifiziert, dass es um 45 Grad versetzt eingebaut werden konnte, um beidseits die Glasscheiben aufzunehmen. Der formal aufs Äußerste reduzierte Pfosten gewährt optimale Sicht nach außen.