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Barrierefreies Bauen

Für heute. Für morgen. Für Gebäude mit Zukunft.

„Ob man acht oder achtzig ist, man will, dass die Welt für einen funktioniert.“ Dieser Ausspruch bringt einen allgemeingültigen Anspruch für unser Leben auf den Punkt. Gleiche Bedingungen für alle – egal wie alt sie sind oder welche Einschränkungen sie haben – anstelle von Speziallösungen für einige wenige. Was heute noch normativ gelöst werden muss, ist eine Antwort auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen und demografischen Wandels in der Zukunft. Auf Basis der Aspekte Erreichbarkeit, Erkennbarkeit, Passierbarkeit und Bedienbarkeit bedeutet Barrierefreiheit, dass jeder Mensch alle barrierefrei gestalteten Elemente seines Lebensraumes unabhängig und weitgehend ohne fremde Hilfe benutzen kann. Innovative und zugleich universelle Ansätze werden benötigt, um Produkte, Räume und Anwendungen so zu entwerfen, dass sie von allen sowohl als attraktiv wahrgenommen werden als auch eine nahezu lebenslange, komfortable Nutzung ermöglichen. 

Barrierefreies Bauen

Die DIN 18040 ist in Deutschland die Grundnorm für das barrierefreie Bauen und Planen. Ziel dieser Norm ist die Barrierefreiheit baulicher Anlagen, damit sie für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behindertengleichstellungsgesetz). Sie gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung.

Berücksichtigt werden dabei die Bedürfnisse von Menschen

  • mit Sehbehinderung oder Hörbehinderung
  • mit motorischen Einschränkungen, die Mobilitätshilfen und Rollstühle benutzen
  • die großwüchsig oder kleinwüchsig sind
  • mit kognitiven Einschränkungen
  • die bereits älter sind
  • wie Kindern 
  • mit Kinderwagen oder Gepäck

Quelle: dguv.de



Die DIN 18040-1 stellt die technischen Anforderungen dar, nach denen öffentlich zugängliche Gebäude und deren Außenanlagen barrierefrei sind. 

Die DIN 18040-2 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von Wohnungen, Gebäuden mit Wohnungen und deren Außenanlagen, die der Erschließung und wohnbezogenen Nutzung dienen. Anders gesagt: für Lebensräume, in denen sich die Menschen wohlfühlen sollen. Die in der Norm geregelten Anforderungen an die Wohngebäude berücksichtigen grundsätzlich auch die uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl. Dabei wird innerhalb von Wohnungen zwischen

  1. barrierefrei nutzbaren Wohnungen und
  2. barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbaren Wohnungen unterschieden


„Fenster und Türen haben als bewegliche und funktionelle Bauelemente einen besonderen Stellenwert, denn diese werden nahezu täglich genutzt und Fehler in Planung und Ausführungen sind dann ein tägliches Ärgernis.“

ift Rosenheim, 2014

Wichtige Anforderungen auf einen Blick:

  • Lichtes Durchgangsmaß: Breite mindestens 90 cm, Höhe mindestens 205 cm
  • Schwellen sind grundsätzlich unzulässig (Ausnahme: 2 cm, wenn technisch unabdingbar)
  • Greif- und Bedienhöhe: 85 cm (bei Rollstuhlnutzung) bis 105 cm


Fenster:

  • Mind. ein Fenster pro Raum leicht zu öffnen
  • Bedienkraft max. 30 N, bzw. 5 Nm (Klasse 2 nach DIN EN 13115)


Türen:

  • Bedienkraft: max. 25 N (Klasse 3 nach DIN EN 12217) jedoch mit der grundsätzlichen Empfehlung, zu automatisieren
  • Anbringung von Orientierungshilfen

Fenstersysteme

Fenstersysteme

Die Fensterkonstruktion Schüco AWS Barrierefrei wurde entwickelt, um allen Bedürfnissen nach Komfort und Design gerecht zu werden. Ins Besondere die barrierefreie Nullschwelle sorgt für einen ebenmäßigen und stolperfreien Übergang zwischen Innen und Außen. Dank dieser Systemerweiterung wird die ift-Richtlinie „Ermittlung der Klassifizierung der Überrollbarkeit von Schwellen (BA-01/1)“ mit der höchst zu erreichenden Klasse 6 vollumfänglich erfüllt. Die für das System entwickelte Absenkdichtung mit verzögerter hydraulischer Absenkung ermöglicht dabei einen kräftefreien Schließvorgang. Je nach Ausführung, kann das Fensterelement sowohl nach innen als auch nach außen geöffnet werden. Ist der Einbau einer Nullschwelle technisch nicht umsetzbar, bietet Schüco eine 20 mm Schwelle an, die ebenfalls Norm konform ist.


Neben der für Türen und Fenster entwickelten Schwellenlösung, sorgen die Beschläge des SimplySmart Baukastens für die komfortable und leichte Bedienung von Fenstern und erreichen hinsichtlich der Bedienkraft die Klasse 2. Hierdurch können die technischen Anforderungen nach DIN 18040 vollständig erfüllt werden, so dass auch eine manuelle Bedienung der Fenster nach Norm möglich ist. Optional lassen sich die AWS Fenstersysteme aber auch mit einer elektronischen Bedienung öffnen. Ein Beispiel hierfür ist der mechatronische Beschlag TipTronic SimplySmart.

Die Kombination aus barrierefreier Nullschwelle und den zusätzlichen Komforthilfen, ermöglicht eine komfortable und einfache Bedienung der Elemente. Die verbauten Fenster können dabei bis zu 1300 mm breit und 2500 mm hoch sein, so dass jedes Gebäude auch für Menschen mit motorischen Einschränkungen zu einem Zuhause werden kann.


Die folgenden Fenstersysteme können barrierefrei realisiert werden:

Türsysteme

Türsysteme

Um auch Menschen mit motorischen Einschränkungen den selbstbestimmten Zugang zu Gebäuden zu ermöglichen, müssen besonders Eingangstüren barrierefrei gestaltet sein.


Das Schüco Türsystem AD UP wird den durch die Norm DIN 18040 gesetzten Anforderungen gerecht. Mit dem produktübergreifenden Konstruktionsprinzip der barrierefreien Nullschwelle lässt sich ein uneingeschränkter, schwellenloser Zugang in das Gebäude ermöglichen. Die ift-Richtlinie „Ermittlung der Klassifizierung der Überrollbarkeit von Schwellen (BA-01/1)“ wird mit der Klasse 6 vollumfänglich erfüllt. Dabei werden weiterhin alle klassischen Anforderungen an eine  Tür, wie zum Beispiel die Schlagregendichtheit oder Luftdurchlässigkeit auf höchstem Niveau realisiert. Ein zusätzlicher, automatischer Drehtürantrieb reduziert die Bedienkräfte so weit, dass eine einfache und komfortable Bedienung der Tür ermöglicht wird.

Zusätzlich kann der Zugang des Gebäudes durch die Erweiterung des Systems um ein Zutrittskontrollmodul wie Schüco BlueCon komfortabler gestaltet werden. Mit Schüco BlueCon lässt sich das Türschloss über eine App mittels Knopfdruck ganz einfach entriegeln. Über die Auto-Unlock-Funktion in Kombination mit einem Drehtürantrieb lässt sich die Tür zudem wie von selbst öffnen, sobald das Smartphone eine Bluetooth-Verbindung mit dem Schloss aufbaut.
 

Mit dem Schüco Türsystem AD UP steht dem komfortablen Gebäudezutritt von Menschen mit motorischen Einschränkungen somit nichts mehr im Weg.


Die folgenden Türsysteme können barrierefrei realisiert werden:

Schiebesysteme

Schiebesysteme

Neben den Fenstern und Türen müssen auch Schiebesysteme besondere Anforderungen erfüllen, um komfortabel und leicht für Menschen mit motorischen Einschränkungen und Rollstuhlfahrern nutzbar zu sein. Dabei liegt der Fokus auf dem Übergang von Innen nach Außen, der Schwelle. Diese ist zum Erreichen der Barrierefreiheit nur zulässig, falls sie technisch unabdingbar ist. In diesem Fall ist eine Schwellenhöhe von bis zu 2 cm erlaubt.

Der zweite Hauptaugenmerk der Barrierefreiheit liegt auf der benötigten Bedienkraft. Besonders durch die teilweise sehr hohen Flügelgewichte ist eine alternative Bedienung entscheidend. Nur so kann gewährleistet werden, dass jeder Mensch das Schiebesystem leicht öffnen und schließen kann.


Die Schüco Schiebesysteme ASE 60 TT und ASE 80.HI TT erfüllen diese Anforderungen. Dabei sorgt vor allem die barrierefreie Nullschwelle für Komfort und ein ebenmäßiges Bild zwischen Innen und Außen.

Dank der mechatronischen Bedienbarkeit durch Schüco TipTronic lassen sich auch hohe Flügelgewichte problemlos bewegen.


Die folgenden Schiebesysteme können barrierefrei realisiert werden:


Ein anderer Terminus, der in diesem Zusammenhang auch verwendet wird, ist das Konzept des Universal Design. Auch diesem liegt ein sozialer, am Menschen orientierter Gestaltungsansatz zugrunde, der jedoch noch einen Schritt weitergeht und neben Produkten und Räumen auch Anwendungen so gestaltet, dass sie einfach und selbstverständlich, ohne Anpassungen, für alle Altersstufen und Fähigkeiten nutzbar sind. Der gestalterische Gedanke steht ebenso im Vordergrund wie der ausführende Prozess, der zu universell nutzbaren Produkten führt. Leicht bedienbare Türen und stolperfreie Wege sind für alle Generationen genauso komfortabel zu nutzen wie ergonomisch geformte Fenstergriffe. Vielfältige Faktoren fließen in den Entwurf ein. Das bezieht sich nicht nur auf Öffnungsbreiten oder schwellenlose Ein- und Übergänge, sondern auch auf den Spagat zwischen der Technisierung, der Entwicklung von komplexen mechatronischen und intelligenten Bauteilen und der einfachen Handhabung von Produkten.

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