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Sicher ist Sicher

Das Technologiezentrum in Bielefeld ist ein weltweit anerkanntes, nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflabor und steht für zuverlässige Prüfergebnisse und normkonforme Prüfungen. Damit dies so bleibt, werden die Prüf- und Messmittel regelmäßig überwacht und kalibriert. Wie Schüco Partner davon profitieren, lesen Sie hier.

Einige Schüco Partner waren schon live am Fassadenprüfstand dabei, wenn eine Fassade starken Wassermassen oder hohem Winddruck standhalten soll. Mit Spannung werden dann die Ergebnisse erwartet: Hält das Element dicht? Auskunft geben die Messgeräte, etwa ein Laminarflow-Element, das die Luftmengen erfasst. „Damit die Prüf- und Messmittel zuverlässig funktionieren, kalibrieren und justieren wir regelmäßig mit rückführbaren Bezugsnormalen – unseren Präzisionsmessmitteln – nach einschlägigen Prüfrichtlinien und Prüfnormen“, so Wolfgang Willms, Fachbereichsleiter „E-Technik und Support“ im Schüco Technologiezentrum (TZ). Gemessen an dem Umfang der Prüfmittel, lief die Überwachung vor 20 Jahren noch eher nebenbei. „Aber der Aufwand ist mit dem expandierenden Technologiezentrum und den höheren Prüfanforderungen immer größer geworden. Heute beschäftigt sich mindestens ein Mitarbeiter in Vollzeit mit der Prüfmittelüberwachung.“ Waren früher ausschließlich Bewertungen der Kalibrierergebnisse in Bezug auf Toleranzangaben der Hersteller ausreichend, werden heute neben den Abweichungen auch Mess unsicherheiten zur Bewertung herangezogen. Hier werden neben der Abweichung zum rückgeführten Bezugsnormal auch Abweichungen eingerechnet, die sich aus dem Prüfaufbau, den Umgebungsbedingungen, und dem Einfluss des Bedieners ergeben können.

"Hält das Element dicht?"

Das TZ-Kalibrierlabor, das zum Fachbereich „E-Technik und Support“ gehört,

übernimmt die Kalibrierung von etwa 2.600 Prüf- und Messmitteln für verschiedenste physikalische Größen – Schallschutz ausgenommen. „Das sind etwa 98% unserer Geräte – Messgeräte des Schüco Qualitätsmanagements, des Kundendiensts und der Konstruktionsabteilungen inklusive.“ Dabei ist es enorm wichtig, dass die Messgeräte genau arbeiten. Stellt sich ein Fehler heraus, ist zu überprüfen, ob Prüfaufgaben seit der letzten Kalibrierung des Messmittels betroffen sind. In dem Fall müssten Untersuchungsberichte zurückgezogen und Prüfergebnisse neu bewertet werden. „Wir prüfen daher unter anderem in messgerätespezifisch festgelegten Zyklen, die maximal ein Jahr betragen. Ist die Prüfung positiv verlaufen, erhalten die Geräte ein farbiges Label, ähnlich einer TÜV-Plakette. Das Datum in der unteren Zeile zeigt den nächsten Kalibriertermin an, also bis wann ein Gerät für Prüfungen eingesetzt werden darf. Standardmäßig arbeiten Wolfgang Willms und sein Kollege Nils Husemann mit sogenannten Kalibriernormalen. Das sind auf nationale Normale rückgeführte Messmittel, mit denen die zu prüfenden Messgeräte verglichen werden. Die Kalibriernormale müssen selbst wieder überwacht werden – bei einer externen Kalibrierstelle wie einem DAkkS-Kalibrierlabor oder sogar bei der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt in Braunschweig.

Mit offiziellen Stellen

steht Wolfgang Willms häufig in Kontakt. Vor Kurzem erhielt das Technologiezentrum die Reakkreditierung durch die „Deutsche Akkreditierungsstelle“. Zudem finden regelmäßig Vergleichsmessungen mit anderen unabhängigen Kalibrier- oder Prüflaboren statt. „Derzeit läuft ein Versuch mit dem ift Rosenheim: Beide Labore haben einen Schüco Fensterprüfstand kalibriert, um die Ergebnisse zu vergleichen und zu bewerten.“ Auch Wolfgang Willms und seine Kollegen müssen sich selbst Prüfungen durch externe Gutachter unterziehen. Die Überprüfung der Kenntnisse und Verfahrensweisen ist dabei Routine. „So können wir für uns und unsere Partner sicherstellen, dass die Prüf- und Messergebnisse nicht nur verlässlich und verwertbar, sondern auch juristisch belastbar sind. Es gibt aber noch einen anderen ganz großen Vorteil: Wir lernen die Eigenheiten unserer Mess- und Prüfanlagen sehr gut kennen, liefern Ergebnisse auf höchstem Niveau und bauen immer mehr Kompetenz auf. Von all dem profitieren letztendlich unsere Partner.“ Da Bauvorhaben zunehmend mit Sonderlösungen ausgestattet oder nach internationalen Standards getestet werden, steigt die Zahl der Prüfanfragen im TZ und somit auch der Kalibrieraufwand für Wolfgang Willms Team. Wie er die Zukunft sieht? „Künftig werden wir mit Sicherheit weiter wachsen. Denkbar sind auch zusätzliche Dienstleistungen für unsere Partner – es bleibt also spannend.“ Mehr dazu lesen Sie im kommenden Magazin.

Ihre Vorteile

Das Technologiezentrum (TZ) in Bielefeld hat über 40 Jahre Prüferfahrung und wurde von der nationalen Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik Deutschland in neun Bereichen als unabhängiges Herstellerlabor akkreditiert. Es gilt weltweit als eines der leistungsfähigsten Prüfzentren für die Gebäudehülle. Schüco Partner können die Services flexibel auch für individuelle Prüfungen und Sonderlösungen in Anspruch nehmen. Die Tests lassen sich nach nationalen und internationalen Normen und Richtlinien witterungsunabhängig das ganze Jahr über durchführen.

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Wolfang Willms, Fachbereichsleiter E-Technische Prüfungen

Das Technologiezentrum (TZ) in Bielefeld hat über 40 Jahre Prüferfahrung und wurde von der nationalen Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik Deutschland in neun Bereichen als unabhängiges Herstellerlabor akkreditiert. Es gilt weltweit als eines der leistungsfähigsten Prüfzentren für die Gebäudehülle. Schüco Partner können die Services flexibel auch für individuelle Prüfungen und Sonderlösungen in Anspruch nehmen. Die Tests lassen sich nach nationalen und internationalen Normen und Richtlinien witterungsunabhängig das ganze Jahr über durchführen.