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Schüco global vernetzt

Der Ausstoß von Treibhausgasen soll bis 2050 im Vergleich zu 2010 um bis zu 70 Prozent reduziert werden, so lautet ein Ergebnis des G7-Gipfels, der im bayerischen Elmau stattfand. Bei der Klimakonferenz in Paris wollen die G7-Länder über Verpflichtungen für eigene Klimabeiträge sprechen. Die Karte mit ausgewählten Referenzen zeigt: Weltweit realisiert Schüco bereits mit einem Netzwerk aus Partnern, Architekten, Planern und Investoren nachhaltige Gebäudehüllen, die durch eine energieeffiziente Bauweise CO2-Emissionen reduzieren.

Mit rund 4.800 Mitarbeitern und 12.000 Partnerunternehmen ist Schüco in mehr als 80 Ländern aktiv. Die starke Marke unterstützt Partner also nicht nur im deutschsprachigen Raum bei ihrem Geschäftserfolg – auch international punkten Unternehmen mit der Qualität „made in Germany“. Wie Verarbeiter ihre Aktivitäten ins Ausland verlagert haben, Partner in unterschiedlichen Märkten agieren und Schüco seine internationale Präsenz steigert, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Schüco kooperiert weltweit mit 12.000 Partnern

China setzt auf Nachhaltigkeit

Sonnenschutz, Wärmepuffer, Lüftung, Energiespeicher: Die doppelschalige Glasfassade des Science & Education Center der Shanghai Tobacco Group übernimmt vielfältige Funktionen. Nicht zuletzt verknüpft sie Atrien und Büros mit einer künstlich angelegten Landschaft aus Bäumen, Grünflächen und Seen und schafft so in einer heterogenen Stadtum gebung offene, lichte, großzügige Räume. Der würfelförmige Neubau mit seiner innovativen Glasfassade wurde mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem prestigeträchtigen, chinesischem Ingenieurpreis, dem „Lu Ban Award“. Die innovative Klimahülle ist das Ergebnis der Kooperation von Schüco mit dem Fassadenhersteller Wuxi Wangxing Curtain Wall Co. Ltd. Seit dem Jahr 2000 arbeiten beide Unternehmen zusammen. Neben dem Shanghai TobaccoBuilding entwickelten sie auch eine 40 Meter hohe, schräg gekippte Glasfassade des Shanghai High Court. Große Teile der markanten Glashaut wurden mit einer Schüco FW 60+ Fassade realisiert. Beide Unternehmen profitieren vom gegenseitigen Wissenstransfer. Der Austausch ist wichtiger den je. Denn die chinesische Baubranche befindet sich im Wandel: Eine steigende Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen sowie eine wachsende, wohlhabende Mittelschicht speisen den größten Baumarkt der Welt.

Bauqualität und Nachhaltigkeit gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. China ist ein großer Produzent, aber auch großer Verbraucher von Fassaden. Das spürt auch Wang Jianfeng: „Unser Kerngeschäft ist derzeit die Montage von Premium-Fassadensystemen für große Gewerbebauten. Allerdings hat sich Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamt, die Menge an Großprojekten geht schrittweise zurück.“ Trotzdem ist er optimistisch: „Gleichzeitig steigt das Einkommen und Privatvermögen der Verbraucher. Damit wächst der Bedarf an hochwertigen Fenstern und Türen für den privaten Wohnungsbau.“ Für Chinesen sei ihr Zuhause elementar, so Wang Jianfeng: „Türen und Fenster sind das Gesicht eines Gebäudes. Deshalb sind die Menschen bereit, in innovative Fenster- und Türsysteme zu investieren.“ Auf der BAU 2015 informierten sich Wang Jianfeng und sein Team daher nicht nur über die neuesten Fassadensysteme von Schüco, sondern auch über Trends im gehobenen Wohnungsbau. Was bedeutet Exklusivität für Endkunden? Wie lassen sich Design, Komfort und hochwertige Materialien zu einem schlüssigen Ganzen verknüpfen? Fragen, die die Experten beider Unternehmen bewegen. Man darf gespannt sein auf die Antworten.

Shanghai Tobacco Group (re.): Hochwertige Fassaden liegen in China im Trend – bei Bürogebäuden ebenso wie bei Privathäusern.

Wang Jianfeng, Vorstandsvorsitzender der Wuxi Wangxing Curtain Wall Co., Ltd., Wuxi/China

Innovative Konzepte

„Wir schätzen an Schüco besonders die innovativen, zukunftsweisenden Konzepte. Seit Beginn unserer Zusammenarbeit ist Schüco bei Fenster- und Türsystemen, intelligenten Gebäudehüllen und 3DFassaden
immer trendbestimmend.“

Mehr Infos unter: wxmq.en.alibaba.com/

Erfolgsstory in Litauen

Eine Vision, Mut, Konsequenz und den richtigen Partner − so könnte man die Erfolgsrezeptur der UAB KG Constructions zusammenfassen. Das Metallbau-Unternehmen mit Sitz in der litauischen Hauptstadt Vilnius wurde vor nur acht Jahren gegründet. „Wir haben in einer Garage angefangen. Inzwischen gehören wir zu den größten Metallbauern in Nordeuropa“, freut sich einer der drei Gründer Linas Karžinauskas. Der General Manager hat zunächst mehrere Jahre im Außendienst der Schüco Niederlassung Litauen gearbeitet, dann entschloss er sich, das Start-up zu gründen. UAB KG Constructions hat von Anfang an auf Aluminiumfassaden für Großprojekte gesetzt und ist mittlerweile ein gefragter Experte, wenn es um komplizierte Sonderkonstruktionen geht. „Elementfassaden haben den großen Vorteil, dass wir alle Prozesse der Fertigung kontrollieren können. Das garantiert uns Qualität. Zudem ermöglicht der hohe Vorfertigungsgrad, die Montagekosten auf der Baustelle niedrig zu halten“, erklärt Karžinauskas. Das Unternehmen mit knapp über 400 Mitarbeitern beliefert neben Litauen vorwiegend die benachbarten skandinavischen Länder. Weitere Aufträge kommen aus Lettland, Belarus und Russland. Nicht ohne Grund kommt UAB KG Constructions in Skandinavien so gut an: Denn die Dänen, Norwegen, Schweden und Isländer gelten weltweit als Vorreiter, wenn es um die Themen Energie sparen und alternative Energiequellen geht. Daher stellen sie höchste Anforderungen an die Energieeffi zienz von Fassaden und Fenstern.

Schüco Partner UAB KG Constructions in Litauen ist auf Element- und Sonderfassaden spezialisiert. Eine Referenz ist das Gebäude Orgelpipan in Stockholm, Schweden.

SI und HI Produkte sowie doppelschalige Fassaden sind in Skandinavien besonders gefragt − und hier ist Schüco der führende Anbieter. Von Anfang an sind die Litauer Partner des Systemlieferanten. „Schüco hat mehr als 60 Jahre Erfahrung im Metallbau. Das bewährt sich vor allem bei komplizierten architektonischen Entwürfen, die unser Spezialgebiet sind. Denn wenn ich heute eine Skizze für eine Konstruktion maile, erhalte ich schon morgen von Schüco eine Lösung für die Fassade“, erläutert der Manager. Und er verrät seine weiteren Erfolgsgeheimnisse: Neben der intensiven Marktbearbeitung setzt UAB KG Constructions auf konsequente Investitionen in die Mitarbeiter und daneben in die Fertigungsmaschinen von Schüco.

Linas Karžinauskas, General Manager bei UAB KG Constructions in Vilnius, Litauen

Europaweit bekannt

„2007 haben wir gestartet und sind heute eines der größten Metallbau-Unternehmen Nordeuropas. Dass wir von Anfang an mit Schüco kooperiert haben, hat uns erfolgreich gemacht. Denn jeder in Europa weiß, dass die Marke für Qualität steht.“

Mehr Infos unter www.kgc.lt

Firma Neumayr baut Geschäft in China auf

China baut und ist damit auch als Markt für deutsche Metallbauer, die international agieren, attraktiv. Einer, der den Einstieg versucht hat, ist Walter Gürtner, seit 1999 Inhaber und Geschäftsführer von Neumayr und seither auch Schüco Partner. „Wir machen alles, was nicht gerade ist. Schwierige Fassaden vor allem in Stahl und Aluminium.“ Der Metallbauer aus Eggenfelden mit knapp 100 Mitarbeitern baut in Deutschland vorwiegend Fassaden mit hohem technischen Aufwand für Bürogebäude, Schulen oder Krankenhäuer. Über eines dieser Projekte sind auch chinesische Investoren auf den Metallbaubetrieb aufmerksam geworden. Es folgte eine erste Einladung nach China, die aber noch nicht in einem konkreten Projekt mündete. „Für Unternehmen aus Europa ist der Einstieg in China nicht ganz leicht“, sagt Walter Gürtner, der einen chinesischen Muttersprachler zu seinen Mitarbeitern zählt. „Die Aufträge laufen im Netzwerk ab. Der Chinese ist außerordentlich familienorientiert und treu. So verlaufen auch die Aufträge: erst die Familie, dann die Freunde. Als Fremder muss man versuchen, mit Qualität zu überzeugen.“ Walter Gürtner war bisher rund 20 Wochen in China und konnte dabei ein kleines Netzwerk aufbauen. Die Fassadenteile wurden alle in Deutschland gefertigt und dann nach China verschifft. „Die Logistik ist keine große Hürde. Das übernehmen Spezialfirmen, die sich um alle Zollformalitäten und sonstigen Einfuhrbestimmungen kümmern und die Systeme bis zur Baustelle liefern.“

Die Firma Neumayr aus Eggenfelden setzt in China Fassadenelemente im gehobenen Wohnbau um. Im Bild zu sehen: ein Objekt in Guangzhou, im Süden der Volksrepublik.

Zur Montage und Inbetriebnahme schickt Walter Gürtner, der auch Kontakte zu chinesischen Subunternehmen unterhält und eine Mitarbeiterin vor Ort hat, gern eigene Monteure nach China. „Und das wissen unsere chinesischen Bauherren, die sich für Schüco Systeme entscheiden, auch zu schätzen.“ Außergewöhnliche Maße sind bei dieser Klientel durchaus gefragt. Neumayr hat in China schon Klappfenster mit 4,5 auf 4,5 Meter und einem Scheibengewicht von 1,2 Tonnen verbaut oder auch das Schüco Schiebesystem ASS 77 PD mit einer Abmessung von 8,4 Metern Breite und einer Höhe von 4,2 Metern. „Also alles, was bei Schüco top ist“, sagt Walter Gürtner, der an Schüco die Qualität und die Innovation schätzt. „Damit unterstützt Schüco uns Metallbauer ganz enorm im internationalen Wettbewerb. Ich denke, das ist eine gute Basis für weiteres gemeinsames Wachstum – nicht nur, aber auch auf dem chinesischen Markt.“

Walter Gürtner, Neumayr High-Tech Fassaden GmbH, Eggenfelden

Wir wurden gefunden

„Wir sind nicht einfach nach China gegangen, wir wurden gefunden: Als wir in Mainz eine elektrifi zierte Fassade umgesetzt haben, ist eine chinesische Gruppe auf uns aufmerksam geworden. Daraufhin erhielt ich von einem Firmenkonsortium
eine Einladung zu einer Firmengründung nach Peking. Da ich China schon immer auf dem Schirm hatte, habe ich zugesagt. Mittlerweile habe ich eine kleine Basis an Ansprechpartnern, die mir hilft, neue Projekte zu finden.“

Mehr Infos unter www.neumayr.de