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Intelligente Lösungen auf der light + building

Trendthemen, viele internationale Besucher und gute Konjunkturaussichten: In Frankfurt präsentierte sich eine Branche im Aufwind, und Schüco schaffte Aufmerksamkeit für seine Produkte zur Gebäudeautomation.

In welche Richtung bewegt sich eine Branche? Das lässt sich am ehesten auf einer Leitmesse erkennen – mit mehr als 2.700 Ausstellern aus 55 Ländern gilt die light + building derzeit als die weltweit führende Messe für den Bereich Licht und Gebäudetechnik. Tatsächlich kamen über 220.000 Fachbesucher, um Trends zu entdecken, Neuheiten zu erproben und sich insgesamt einen Überblick zu verschaffen. Nahezu jeder Zweite reiste übrigens aus dem Ausland an. Dabei fiel das Resümee nach Angaben der Organisatoren äußerst positiv aus: 90 Prozent der Aussteller schätzen die Konjunktur aussichten als positiv ein, bei den Deutschen waren es sogar mehr als 94 Prozent. Die Besucher blicken noch hoffnungsvoller in die Zukunft: 97 Prozent rechnen mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung.

Vernetzung – innen und außen

Das klingt nach der richtigen Stimmungslage, um sich mit innovativen Produkten zu etablieren – Schüco präsentierte sich im wachsenden Segment der Gebäudeautomation. „Die intelligente Vernetzung und Automation von Gebäudefunktionen ist entscheidend für ein effizientes und nachhaltiges Gebäudemanagement“, sagt Joachim Gau, Leiter Gebäudeautomation und Lüftungssysteme bei Schüco. „Ein Smart Building wird heutzutage immer bedeutender. Für eine ganzheitliche Automationslösungist es entscheidend, nicht nur das Gebäudeinnere, sondern auch die gesamte Gebäudehülle miteinander zu vernetzen. Schüco bietet dafür smarte Lösungen sowie deren Integration und Vernetzung mit Gebäudeleitsystemen wie KNX oder BACnet.“ Auch Lothar Hellmann, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), schätzt dieses Thema als zukunftsweisend ein. Für die E-Handwerke ginge es dabei um wichtige Märkte. Der ZVEH war sogar mit der Sonderschau „Smart Living im E-Haus“ vertreten, um anhand eines Beispiels zu zeigen, „was in puncto Gebäudevernetzung, Systemintegration und Energiemanagement heute schon möglich ist – für mehr Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz“.

Nachfrage steigt

Joachim Gau sieht es als eine logische Konsequenz der Produktentwicklungen an, dass Schüco sich auf einer Messe präsentiert, die in erster Linie das Elektrogewerbe anspricht: „Unsere Partner sind ganz klar die Metallbauer. Trotzdem gewinnen Elektrobetriebe für uns immer stärker an Bedeutung. Smart Home und Building funktionieren nur im Zusammenspiel der Gewerke. Der Metallbauer baut die Lösungen in die Fassade ein, der Elektrofachbetrieb sorgt für die übergreifende Integration und Vernetzung. Dabei wissen Elektromeister, die noch nicht mit Schüco Produkten gearbeitet haben, oftmals nicht, was für eine umfassende Technik dahintersteckt. Wir wollen den Elektrohandwerkern die Möglichkeiten der Fassadenautomation zeigen und ihnen das Geschäftspotenzial in der Zusammenarbeit mit dem Metallbauer näherbringen.“

Schüco präsentierte bei der light + building seine Lösungen im Bereich Smart Home und Smart Building: Vom Fenster über den Sonnenschutz bis zur Türkontrolle lassen sich die Produkte automatisch steuern – jetzt sogar mit Sprachassistentin Alexa.

Tatsächlich zeigte sich manch ein Messebesucher überrascht, Schüco auf der light + building zu entdecken. „Das Unternehmen ist mir natürlich ein Begriff“, sagte Helmut Hubert, Elektromeister an der TU Darmstadt. „Ich wusste aber nicht, dass Schüco sich so tiefgehend mit dem Thema Gebäudeautomation beschäftigt. Für mich ist das spannend, weil bei uns die Kollegen aus dem Betrieb eng mit der Abteilung zusammenarbeiten, die für Neuanschaffungen zuständig ist.“ Genau mit diesem Effekt hatte Joachim Gau gerechnet: „Alleine unsere Anwesenheit führt schon dazu, dass diese Zielgruppe sich mit unserem Angebot stärker auseinandersetzt. Zudem können wir die Chance nutzen, Details zu demonstrieren.“ Entsprechend praktisch war der Schüco Stand aufgebaut. Neben den Exponaten befand sich jeweils ein Screen mit zusätzlichen Infos. Die Besucher konnten die Funktionen selbst testen und sich einen Einblick in die technischen Details verschaffen. Johannes Espel, Geschäftsführer der Johannes Espel GmbH aus Wallenhorst, ließ sich alles genau erklären. „Die Entwicklung dieser neuen Produkte ist für uns durchaus interessant. Denn die gesetzlichen Vorgaben werden immer strenger, und vor allem die Energiekosten müssen sinken.“

Funktional und individuell

Damian Kwoczala arbeitet in Remscheid als Bauleiter und schätzt, dass zudem die Nachfrage nach hochwertigen Lösungen steigt, weil sie spezielle Bedürfnisse befriedigen. „Gerade hatte ich erstmalig die Situation, dass es für den Bau eines Frauenhauses besondere Sicherheitsanforderungen gab, nämlich Zugangskontrolle und Barrierefreiheit. Für solche Fälle könnte ein Door Control System infrage kommen.“

Wichtig ist für viele Endkunden, dass die Ästhetik nicht zu kurz kommt. Andreas Grimm, Geschäftsführer der C.W. Dallwig Nachf. Grimm GmbH aus Kassel, gefällt deshalb das Design des Schüco DCS-Rahmens mit Touchdisplay sehr gut. „Aus meiner Sicht ist die Gebäudeautomation einer der wichtigsten Entwicklungsbereiche für die Zukunft“, sagt er. Vor drei Jahren hat er Dirk Riemenschneider als Elektro meister eingestellt, um geballte Kompetenz im eigenen Haus anbieten zu können. Der ist besonders erfreut, dass Schüco bei seinen Lösungen ein offenes System anbietet: „So können Kunden die Produkte nach individuellen Wünschen kombinieren. Leider gehen viele andere Hersteller diesen Weg noch nicht.“

„ Wir stellen fest, dass die Nachfrage für Produkte im Bereich Smart Building wächst, zum Beispiel für das DCS und TipTronic mit Sonnenschutz."

Andreas Grimm, Geschäftsführer, C.W. Dallwig Nachf. Grimm GmbH, Kassel

Messe-Highlights von Schüco

Schüco Building Skin Control (BSC):

Elemente der Gebäudehülle wie Fassade, Fenster, Türen werden miteinander vernetzt und aufein ander abgestimmt. Künftig wird das System ausgebaut, um Schiebeelemente und Lüftung einbinden zu können. Über eine gemeinsame Schnittstelle kann die Steuerung in übergreifende Systeme integriert werden, zum Beispiel in die Gebäudeleittechnik KNX oder BacNet. Zudem lässt sich BSC über die Schüco Building Skin Control App steuern, auch übers Smartphone.

Intelligente Lüftungssysteme:

Zum Portfolio an fensterintegrierten, sensorgesteuerten Lüftungssystemen gehört Schüco VentoLife. Ein Produkt zur Luftreinigung, speziell für Ballungsräume. VentoTherm Advanced wiederum filtert die Luft nicht ganz so stark, ist aber hoch effizient. Bis zu 80 Prozent Wärmerückgewinnung sind möglich. Besonders interessant: die Alexa Sprachsteuerung, mit der auf der Messe Schüco TipTronic Simply-Smart bedient werden konnte. Sie kommt voraussichtlich Ende des Jahres auf den Markt.

Schüco Door Control System (DCS):

Das DCS ist das einzige System am Markt, das Zutrittskontrolle, Fluchttürsteuerung, Türkommunikation und Zubehör wie Bewegungsmelder in einem System abdeckt. Verschiedene Module können vom Nutzer ausgewählt werden, etwa Code-Tastatur, Fingerprint oder RFIDKartenleser, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher, LED-Spotlight oder Anzeige der Hausnummer. Die Elemente sind flächenbündig in das Türprofil integriert, was in dieser eleganten Form einzigartig ist. Eine Besonderheit ist das praktische DCS Touch Display. Außerdem lässt sich das Türschloss mit Schüco BlueCon einfach per App und Bluetooth-Technologie bedienen.

www.schueco.de/automation

FOKUSTHEMA Smart Building


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