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IT für die Werkstatt

Fertigung: Wie lässt sich die traditionelle Arbeitsweise in der Werkstatt mit moderner Computertechnologie
vereinen? Die Antwort auf diese Frage ist das Fabrication Data Center.

Technische Zeichnungen, Details zu einzelnen Artikeln, zusätzliche Infos zu den Konstruktionsplänen, Handbü- cher – ein Stapel mit ausgedruckten Unterlagen gehörte in der Werkstatt lange Zeit zum Arbeitsalltag, für jedes Projekt aufwendig zusammengestellt. Das kostete nicht nur in der Vorbereitung Zeit und somit Geld, es war zum Teil auch mit erheblichem Aufwand verbunden, Nachfragen zu klären. Dabei liegen all diese Informationen bereits digital vor – mit dem Fabrication Data Center hat Schüco eine Möglichkeit geschaffen, unkompliziert direkt in der Werkstatt auf sie zuzugreifen.

Intuitiv bedienbar

Herzstück des Systems ist eine digitale Arbeitsstation – die „Workstation“. Sie besteht aus einem Rechner mit TouchBildschirm, einer ausfahrbaren Wandhalterung und einem Barcode-Scanner. Die Workstation wird anschlussfertig geliefert und kann intuitiv bedient werden. Ein Blick aufs Schulungsvideo, das alle wichtigen Arbeitsschritte beschreibt, reicht aus.

Ein großer Vorteil des Fabrication Data Centers besteht darin, dass der Verarbeiter es an seine vorhandene Software anschließen und so auf bereits erstellte Projekte zugreifen kann: zum Beispiel auf die Informationen, die er in SchüCal zur Arbeitsvorbereitung erstellt hat, oder auf die Konstruktionsdaten aus SchüCad. Ergänzt wird das Angebot um das Schüco Docu Center, das nach dem gleichen Prinzip wie die beliebten Kataloge und Handbücher aufgebaut ist. Für den Metallbauer ist die Umstellung also nicht allzu groß. Er schaut sich technische Zeichnungen nicht mehr auf Papier an, sondern bequem am 27-Zoll-Bildschirm. Details kann er mit einem Fingertipp heranzoomen oder in 3-D von verschiedenen Seiten aus betrachten. Bei Bedarf kann übrigens ein 46-Zoll-Monitor bestellt werden, der sogar DIN-A3-Fertigungszeichnungen perfekt abbildet.

Aktuelle Informationen

Auch langes Blättern in Nachschlagewerken ist nicht mehr nötig, denn im digitalen Katalog lassen sich einzelne Artikel aufrufen, oder der Metallbauer gibt über die Suchfunktion ein Stichwort ein, um sich beispielsweise Beschläge anzeigen zu lassen, die exakt zu den Konstruktionsvorgaben des Fachplaners passen. Mit einem Lesezeichen kann er zudem besonders häufig genutzte Seiten markieren und per Mausklick jederzeit schnell öffnen. Ein weiteres Plus des Fabrication Data Centers: Die Informationen sind garantiert auf aktuellem Stand und müssen nicht vom Verarbeiter gepflegt werden.

Unterstützung bei komplexen Projekten

Metallbau Winter aus Lage setzt digitale Lösungen in der Werkstatt nach Bedarf ein.

Jan Winter ist kein Freund der Digitalisierung. Privat besitzt der 30-Jährige noch nicht einmal ein Smartphone, geschweige denn einen Computer. „Aber wer nicht mit der Zeit geht, geht eben mit der Zeit“, sagt er. Deswegen ist er stolz auf die moderne Ausstattung seines Betriebs, in dem 25 Mitarbeiter beschäftigt sind. Säge, CNS-Fräse, Glasleistensäge – alles zu 100 Prozent digital.

Jan Winter arbeitet mit SchüCal, um Projekte zu erstellen. Die Maschinen können anschließend über SchüCam automatisch angesteuert werden, wobei die Daten direkt aus der Vorbereitung kommen. „Das entlastet die Fertigungsmitarbeiter, geht schneller und ist sehr effizient“, sagt Jan Winter. Ihm ist es trotzdem wichtig, dass seine Monteure sich nicht auf die Automatik verlassen. Denn das Unternehmen ist vor allem im gehobenen Einfamilienhaus-Bereich aktiv und erstellt immer wieder Projekte, die außerhalb der Norm liegen, digital daher nicht erfassbar sind.

Das Gleiche gilt für Prototypen und Musterelemente, die Metallbau Winter für Schüco produziert. „Unsere Mitarbeiter müssen also in der Lage sein, selbst über die Prozesse nachzudenken und die Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen.“ Standardbauteile werden daher mit digitaler Unterstützung bearbeitet, während bei Prototypen die Kompetenz des Fachmanns gefragt ist. Bei der Montage ist es genau umgekehrt. Jan Winter hat das Fabrication Data Center von Schüco angeschafft. „Für einfache Standardfenster nutzen wir die Möglichkeiten der Workstation aber gar nicht“, sagt er. Wichtig sei sie hingegen für Bauteile, die im Unternehmen selten verwendet werden oder die besonders komplex sind. „In solchen Fällen ist es hilfreich, sich im Fabrication Data Center die Einbaureihenfolge noch einmal Schritt für Schritt anzuschauen und Details heranzuzoomen“, findet Jan Winter. Er wägt ab, in welchen Arbeitsbereichen die Digitalisierung für ihn besonders nützlich ist. So gelingt ihm die Verbindung von traditioneller Arbeitsweise und Handwerk 4.0.

Standardbauteile werden bei Metallbau Winter mit digitaler Unterstützung bearbeitet.
Bei individuellen Projekten und Prototypen setzt Winter nach wie vor auf fachmännische Handarbeit.
Ideal für komplexe Projekte: An der Workstation lassen sich zum Beispiel wichtige Details heranzoomen.
Hinweis


Mehr Informationen und Details zu den Vorteilen des Fabrication Data Centers für Schüco Partner stehen online für Sie bereit:

www.schueco.de/fdc