1. TGA & Elektro­partner
  2. Magazin
  3. Alle Beiträge
  4. 100% recycelbares Aluminium
Zur Übersicht

100% recycelbares Aluminium

Beim nachhaltigen Bauen geht es nicht allein um Energieeffizienz. Bauherren setzen verstärkt auf Nachhaltigkeitszertifikate und achten zunehmend auf die Wiederverwendbarkeit einzelner Gebäudeelemente. Hier punktet Aluminium: Fassaden und Fenster aus diesem Werkstoff passen besonders gut zu Gebäudezertifikaten, bieten funktionale Vorteile, sind dabei im Vergleich zu anderen Materialien ökologisch gleichwertig und verfügen über ein ausgesprochen hohes Recycling-Potenzial.

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt im Bauwesen eine besondere und wichtige Stellung ein: Immer häufiger sind daher Zertifikate nach DGNB, LEED oder BREEAM (siehe Glossar) Ziel von Bauherren und Investoren im gewerblichen Gebäudebereich. Darauf hat Schüco längst reagiert. 360° Nachhaltigkeit heißt die Sichtweise, mit der Schüco sich diesen Anforderungen stellt. Der Anspruch ist, den Verbrauch von Energie zu minimieren und die Ressourcen zu schonen. Das bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Produktes: von der Herstellung über die Leistung, die Wartung und Instandhaltung bis zum Rückbau und dem Recycling. Schüco hat all diese Aspekte im Blick: Umweltproduktdeklarationen oder englisch Environmental Product Declarations, kurz EPD, beinhalten wichtige Informationen zur Ökobilanz und zu Inhaltsstoffen. Sie für Schüco Systeme spezifisch zu erstellen, ist Standard in der Kalkulationssoftware SchüCal. Damit ist man bei Ausschreibung, Angebot und Dokumentation auch in Sachen Nachhaltigkeit auf der sicheren Seite. Der niedrige Energieverbrauch, den die Systeme gewährleisten, und die bei den „Green“-Produkten verwendeten nachwachsenden Rohstoffe in Schäumen und Dichtungen tun ein Übriges. Zudem können Partner ihren Kunden einen zusätzlichen Service bieten, der auch eine Wartungsgarantie einschließen kann und die Langlebigkeit der Produkte unterstützt. Und dass Schüco für die Systeme Ersatzteile für mindestens zehn Jahre vorhält, rundet das Konzept ab.

Wertvoller Werkstoff
Moderne Fassadenelemente aus Aluminium zeichnen sich durch niedrige U-Werte aus. Auch damit tragen sie erheblich zur positiven Ökobilanz eines Gebäudes bei. Das Material selbst ist für den Menschen vollkommen unbedenklich und beliebig oft recyclebar. Selbst die Späne lassen sich wiederverwerten. Optimale Materialstärken bei der Konstruktion der Systeme sorgen für einen geringen Rohstoffverbrauch. Die mechanische Robustheit sowie die Korrosionsbeständigkeit bieten die Gewähr für eine lange Lebensdauer. Wird die Gewerbeimmobilie zurückgebaut, weil sie an die Grenzen ihrer Nutzungsdauer gelangt ist, sind auch die Fassaden betroffen. Entscheidend für einen nachhaltigen Rückbau ist, dass sich die Fassadenbestandteile auf hohem Qualitätsniveau recyceln lassen.

Vorbildliches Konzept
Das verantwortungsbewusste Recycling ausgedienter Aluminiumfenster übernehmen die mit A/U/F verbundenen Verwertungsunternehmen. Sie kümmern sich um die Wiederverwertung der gebrauchten Profile, die zu 100% wieder verwertbar sind. Für das Recycling werden die Altprofile geschreddert, gesäubert, eingeschmolzen und wieder zu Profilen verarbeitet. Der Vorteil: Aluminium kann über viele Generationen immer wieder aufs Neue recycelt und genutzt werden. Das Aufbereiten von Alt Aluminium benötigt zudem nur etwa fünf Prozent der Energiemenge, die für die Herstellung von Primäraluminium vonnöten wäre. Das spricht auch für die hohe ökologische Wertigkeit des Materials. Die Zahlen sprechen für sich: 75% des seit 1888 produzierten Aluminiums sind heute noch im Gebrauch. Mitglieder von A/U/F, zu denen auch Schüco gehört, sind Systemhäuser, Verarbeiter und Zulieferer aus ganz Deutschland.

TÜV Nord verifiziert CO2-Bilanz von Schüco
Schüco leistet mit seinen Produkten einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus hat das Unternehmen erstmals seine eigenen Standorte in Deutschland in Bezug auf die CO2-Bilanz durch den TÜV NORD auf den Prüfstand gestellt. Jährlich sind Rezertifizierungen geplant. Im Jahr 2011 betrug die verifizierte und zertifizierungsrelevante CO2-Menge insgesamt 74.292 Tonnen. Erfasst wurden der Energieverbrauch für die Produktion, die Beleuchtung, Kühlung und Beheizung aller Gebäude, für Transportlogistik, für Papier- und Druckerzeugnisse sowie die Dienstreisen und der Weg zur Arbeit. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden flächendeckend zu ihren Arbeitswegen befragt. Dabei zeigte die Rücklaufquote von deutlich über 50% die hohe Bedeutung, die dem Thema von der Belegschaft beigemessen wird. Schon seit Anfang 2012 bezieht Schüco zudem überall in Deutschland grünen Strom. Schüco strebt ständige Verbesserungen an. Dazu folgen Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen.

Weitere Informationenen zum Thema Nachhaltigkeit

Was bedeutet eigentlich ...

BREEAM
Building Research Establishment‘s Environmental Assessment Method: Das britische Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM wurde 1990 entwickelt (in 2008 novelliert) und gilt als ältestes Prüfsiegel im Bereich des nachhaltigen Bauens.

DGNB
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen oder auch Deutsches Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen. Das Zertifikat ist das jüngste unter den Marktführern und in Deutschland das weit verbreitetste.

LEED
Leadership in Energy & Environmental Design: ist ein System zur Klassifizierung für Ökologisches Bauen, entwickelt vom U.S. Green Building Council

EPBD
Energy Performance of Buildings Directive: Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Sie schreibt vor, dass alle neuen Gebäude in der EU ab 2021 nahezu auf dem Niveau von Nullenergiehäusern gebaut werden müssen.

EPD
Environmental Product Declaration: Die „Umweltdeklaration” stellt alle Informationen über ein Produkt zur Verfügung, die sich auf dessen Umweltauswirkungen beziehen.