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Themenbereiche

Versuchswerkstatt / Prototypenbau

Erster Metallbauer von Schüco

In der Schüco Versuchswerkstatt werden alle Arten von Baumustern und Prüfelementen wie in einem eigenen Metallbaubetrieb hergestellt. Dafür stehen mit der Vergrößerung von 700 auf gut 2.000 qm unter anderem ein CNC gesteuertes Profilbearbeitungszentrum und eine Doppelgehrungssäge sowie viel Platz für neue Maschinen zur Verfügung.

Alle neuen Systeme werden in der Versuchswerkstatt erstmalig gebaut und anschließend geprüft. Die Werkstatt ist damit der „1. Metallbauer“ von Schüco. Die Versuchswerkstatt ist mit dem Neubau nicht nur breiter aufgestellt, um die verschiedensten Profile und Systeme parallel bearbeiten zu können, sondern kann gleichzeitig eine höhere Zahl an Prüfungen durchführen.

Kalibrierlabor

Messen auf höchstem Niveau

Der Themenbereich Kalibrierungen ist im Technologiezentrum (TZ) die Schnittstelle zu den anderen Themenbereichen, denn hier dreht sich Alles um die Prüftechnik. Also die (Mess-) Geräte, Prüfstände, Anlagen und Software, die im Technologiezentrum zum Einsatz kommen oder benötigt werden. Eine zentrale Aufgabe des Themenbereichs ist dabei die Prüfmittelüberwachung.

So finden im Rahmen der Prüfmittelüberwachung die meisten Kalibrierungen im eigenen DAkkS Kalibrierlabor statt, das mit den rückführbaren Bezugsnormalen in der Lage ist, präzise DAkkS- und Werkskalibrierungen durchzuführen. Denn als DAkkS-Kalibrierlabor ist das TZ direkt unter der Physikalisch Technischen Bundesanstalt, dem höchsten deutschen metrologischen Institut verankert. Für die elektrischen Messgrößen (Strom, Spannung, Widerstand), mechanische Messgröße (Druck), thermodynamischen Messgrößen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) und Durchflussmessgrößen (Luft- und Wasserdurchfluss) wird die Kalibrierung hier so auf höchstem Niveau durchgeführt.

Bauakustik

Schallschutz am Originalbauteil

Die geforderten Schallschutzanforderungen gegen Außenlärm können gerade bei komplexen Fassaden nur durch Labormessungen sichergestellt werden. Ebenso kann eine zuverlässige Schalldämmung zwischen Räumen nur funktionieren, wenn die Schallübertragung durch die Außenfassade unterbunden wird. Dies kann Schüco im TZ an Originalbauteilen nicht nur präzise prüfen, sondern auch die Ursachen für etwaige Mängel herausfinden, um das Bauteil anschließend zu optimieren. Dies ist zum Beispiel besonders wichtig für den Schallschutz flexibel einsetzbarer Raumtrennsysteme in Bürogebäuden. Denn auch nach einem Umbau von Innenräumen soll gerade in sensiblen Bereichen Vertraulichkeit durch Schallschutz gegeben sein. Für die realitätsnahen Messungen im Bereich der Bauakustik stehen vier voneinander abgekoppelte Räume zur Verfügung, die auch von Schwingungen des übrigen TZ akustisch entkoppelt sind.

Weiterhin sind Emissionsmessungen von schallabstrahlenden Bauteilen, wie z. Bsp. motorisch betriebene Lüfter und Beschläge, sowie raumakustische Messungen im Portfolio des Fachbereiches Bauakustik. Schüco berät Bauträger, Metallbauer und Architekten bei schwierigen bauakustischen Fragestellungen. Außerdem nimmt Schüco Messungen am Bau zur Absicherung der Fertigungs- und Montagequalität oder für die akustische Abgrenzung zu anderen Gewerken vor. Hinzu kommen Gemeinschaftsprüfungen bei Sonderlösungen oder Leistungsverzeichnisse für machbare Akustikanforderungen.

Bauteil- und Werkstoffprüfung

Biegen, Ziehen, Drücken – nichts bleibt verborgen

Eigene Bauteil- und Werkstoffprüfungen haben bei Schüco Tradition. 1967 begann der Prüfbetrieb, 1968 wurde die erste gebrauchte Universalprüfmaschine von der Technischen Hochschule Berlin erworben. Heute werden neben statischen und dynamischen Druck-, Biege- und Zugversuchen auch Prüfungen des mechanischen Leistungsverhaltens von thermisch getrennten Blend- und Flügelrahmenprofilen durchgeführt. Die Versuche finden unter Raumtemperatur und im Bereich von -20°C und +80°C in einem abgeschlossenen Messraum statt. Auch die Alterung von Probekörpern unter definiertem Gewichts- und Temperatureinfluss wird über einen Zeitraum bis zu 1000 Stunden geprüft.
Es sind auch Prüfungen möglich, für die keine Norm existiert. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Ermittlung von Prüfwerten für die statische Berechnung von Verbindungen. Diese werden jeweils nach entsprechender Anforderung des Auftraggebers ermittelt, nicht nur für Bauteile und Werkstoffe sondern oft auch im Bereich der Umweltsimulation sowie bei Bedarf auch in den anderen Prüfbereichen des TZ.

Dichtigkeitsprüfung

Orkane haben keine Chance

Schüco verfügt im TZ über den größten Indoor-Fassadenprüfstand in Europa. In der neu gebauten 18 m hohen Halle können verbundene Fassadenelemente bis 21 m Breite und 13 m Höhe geprüft werden. Damit kann Schüco größere und komplexere Konstruktionen als jemals zuvor realitätsgetreu prüfen. Die Erweiterung ist ein großer Schritt, um die wachsenden Anforderungen von Kunden auf lange Sicht zu erfüllen. Neben Aussagen zu Fertigungs- und Montagequalitäten ermöglichen es diese Prüfungen, frühzeitig die konstruktive Qualität von Sonderlösungen zu beurteilen. Auch Fehleranalysen und vielfältige Beratungsleistungen gehören zum Aufgabenspektrum von Schüco.

Dichtheitsprüfungen von einzelnen Bauelementen bis hin zu kompletten Fassadenelementen umfassen Prüfungen zu Schlagregendichtigkeit, Luftdurchlässigkeit und Windlast. Bei Fassadenprüfungen wird u.a. die dynamische Schlagregendichtheit geprüft, wobei zusätzlich zum ablaufenden Regenwasser von außen ein starker turbulenter Luftstrom aufgebaut wird. Zudem können Bewegungen von Gebäuden, die Einflüsse auf die Sicherheit und Dichtheit von Fassaden haben könnten (z.B. Bewegungen durch Lasten oder Erdbeben), simuliert und geprüft werden.

Elektromagnetische Verträglichkeit

Sichere Elektronik und hoher Gebäudeschutz

Alle Produkte von Schüco, die mit eigenen elektronischen Bauteilen oder Fremdprodukten ausgerüstet sind, müssen ihre elektromagnetische Verträglichkeit nachweisen. Dies erfordert normgerechte Prüfungen zur Störfestigkeit und Störabstrahlung von Bauteilen. Damit wird sichergestellt, dass weder Fehlfunktionen noch Funktionsausfälle auftreten oder schädliche elektromagnetische Wellen abgestrahlt werden. Zugleich kontrollieren Schutzartprüfungen, ob Bauteile gegenüber Umwelteinflüssen wie z. B. Stäuben und Wasser standfest genug oder ob gefährliche und spannungsführende Teile ausreichend abgesichert sind. Damit reagiert Schüco auf die stark zunehmende Verbreitung motorisierter, gesteuerter und energieerzeugender Fassaden, Fenster und Türen. Alle Prüfungen erfolgen bereits frühzeitig im Entwicklungsstadium aber auch in bereits fertig gestellten Objekten.

Die IP- Schutzart-Prüfungen umfassen alle für Schüco-Produkte relevanten Tests wie Spritzwasserdichtigkeit (IPX1, IPX2, IPX3 und IPX4), Schutz gegen den Zugang zu gefährlichen und spannungsführenden Teilen (IP1X, IP2X, IP3X, IP4X), Staubschutzdichtigkeit (IP5X und IP6X) und das Untertauchen von Prüfmustern (IPX7 und IPX8). Sie ermöglichen eine eindeutige Beurteilung von eigenen oder Fremdprodukten und sichern zuverlässiges Betriebsverhalten.

Mechanik und Lebensdauer

Qualität im Fokus

Ein zentrales Thema des Schüco Technologiezentrums ist der Bereich Mechanik, Lebensdauer und Sicherheit. Hier werden Fenster und Türen, Schiebeanlagen, Sonnenschutzbehänge oder elektrische Antriebe im Dauertest geprüft. Dabei erreichen Fenster 20.000 und Türen bis zu eine Million Öffnungs- und Schließ-Zyklen. Hierfür stehen moderne Prüfstände zur Verfügung, die Öffnungsweiten bis zu 180° realisieren. Des Weiteren stehen zwei Industrieroboter für komplexere Bewegungsabläufe und Öffnungsarten bereit. Auch Einzelteilprüfungen an Fenstergriffen, Kammergetrieben, Laufrollen und Rohrmotoren werden mit speziellen Prüfständen getestet. Da Fenster und Türen vielen weiteren Belastungen ausgesetzt sind, werden Belastungsprüfungen wie Vertikallast, Verwindungsprüfungen, Auffallversuche und Überbeanspruchung von Einzelbauteilen durchgeführt.

Sicherheitsprüfung

Sicherheit durch Durchschusshemmung

Im Beschussprüfstand werden Prüfmuster aus unterschiedlichen Winkeln und Entfernungen bis zu 20 m mit diversen Projektilen beschossen. Kann das Ergebnis im Sinne der Norm überzeugen, resultiert daraus die Einordnung in eine der Beschussklassen FB1 bis FB7. Sie gelten für alle beschusshemmenden Elemente, die aus den Fenster-, Türen- und Fassadensystemen von Schüco hergestellt werden können. Damit wird sichergestellt, dass bei einem Beschuss weder das Projektil in den Innenraum eindringt, noch auf der Innenseite des Prüfkörpers Material oder Glas absplittert. 

Schüco führt mit den eigenen Beschussprüfungen eine normgerechte Vorprüfung durch. Dafür ist es auch erforderlich, dass die Geschossgeschwindigkeit exakt gemessen wird. Bei einem Vollmantel-Spitzkopfgeschoss beträgt sie bis zu 950 m/s, also fast dreifache Schallgeschwindigkeit.

Weiterhin werden Pendelschlagprüfungen und Einbruchprüfungen bis zur Klasse RC 5 geprüft.

Durch die räumliche Trennung von anderen Fachbereichen besteht ein Höchstmaß an Vertraulichkeit.

Umweltsimulationsprüfung

Jedes Klima genau im Blick

Wenn belastbare Aussagen zu klimatischen Fragen rund um die Gebäudehülle benötigt werden sind Umweltsimulationsprüfungen unabdingbar. Dies gilt auch für Erkenntnisse zum Alterungsverhalten von Materialien, Oberflächen und Produkten auf Grund von Wärme, Kälte, Feuchte, UV-Strahlung und korrosiven Medien. Dafür stellt das Schüco Technologiezentrum vielfältige Möglichkeiten bereit.
Ganz neu ist die Differenzklimakammer für Bauteile und komplette Elemente bis zu einer Größe von 3.000 x 3.000 mm. In der für Schüco angefertigten Spezialkonstruktion werden Temperatur- und Feuchteunterschiede zwischen Innen- und Außenraum simuliert. Damit lassen sich auch sperrige Bauteile unter verschiedenen teilweise extremen Klimabedingungen testen.

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