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Netzwerke öffnen Türen

Architektur ist ein Exportartikel in der globalisierten Welt – nicht im Sinne eines spezifischen Gestaltungsstils, sondern in Form international agierender Architekten, Institutionen und Netzwerke. Seit 2002 hat sich das Netzwerk Architekturexport (NAX) der Bundesarchitektenkammer zu einem etablierten Instrument und globalen Netzwerkpartner für deutsche und ausländische Architekten, Ingenieure und Fachplaner entwickelt. PROFILE sprach mit Claudia Sanders, Projektkoordinatorin des Netzwerks, über »Made in Germany« und die Aufgaben des NAX.

Delegationsreise China: NAX-Ausstellung in Beijing Darshilar.
Delegationsreise China: Podiumsdiskussion der Deutschen Botschaft in Peking (v. l. n. r.): Rainer Traube (Deutsche Welle), Jürgen Engel (KSP Jürgen Engel Architekten), Xu Tiantian, Jens Kump (HPP International) und Yosuke Hayano.

PROFLE: NAX setzt sich seit 16 Jahren für den Export deutscher Planer leistungen der sogenannten Wertschöpfungskette Bau ein. Wie unterstützen Sie die Planer beim Einstieg in fremde Märkte?

Claudia Sanders: Deutsche Architekten aller Fachrichtungen, spezialisierte Planer und Ingenieure genießen auf dem internationalen Markt einen exzellenten Ruf für ihre hohe Planungsqualität und Expertise beim ganzheitlichen Bauen. Die Ziele des NAX sind die Erleichterung der internationalen beruflichen Mobilität sowie die Erhöhung der Geschäftschancen deutscher Planer im Ausland und die Vernetzung und Kooperation untereinander. Hierfür erarbeiten wir Formate, um die Planer im Ausland, sowie im Inland miteinander zu vernetzen. Das können Delegationsreisen, Kongresse, bilateraler Erfahrungsaustausch, Business Dialogues, aber auch Ausstellungen sein, mit denen wir Planerleistungen »made in Germany« im Ausland vorstellen und bewerben.

PROFILE: Hat sich seit 2002 die Ausrichtung des NAX verändert?

Claudia Sanders: Der Fokus hat sich seit der Gründung der Initiative ganz klar auf das Ausland verschoben. Die Planer kommen mit konkreten Projekten und Fragestellungen auf uns zu, die wir durch unser Netzwerk an die richtigen Stellen vermitteln. Wir bekommen aber auch Anfragen aus dem Ausland, z. B. von Bauherren, die vom NAX wissen und für konkrete Projekte einen Architekten mit Erfahrungen in bestimmten Ländern und Kulturkreisen suchen. Diese können wir dann vermitteln.

PROFILE: Sind Sie bereits auf der ganzen Welt aktiv?

Claudia Sanders: Nein, es gibt noch einige weiße Flecken auf der Weltkarte. In Afrika z. B. sind wir noch wenig vertreten, was unter anderem an der Art der Bauaufgaben – eher industrielle Großprojekte und Infrastrukturprojekte – und der Struktur der klein- und mittelständischen Planerlandschaft in Deutschland liegt.

PROFILE: Welche Märkte sind aktuell gefragt?

Claudia Sanders: Nach wie vor ist China ein interessanter Markt, ebenso Südostasien, besonders Indonesien. Außerdem konzentrieren wir uns auf die arabischen Länder und Nordamerika sowie natürlich Europa. Hier wird uns ein Teil unserer Aktivitäten im Jahr 2018 hinführen.

PROFILE: Seit 2017 unterstützt Schüco als Hauptpartner das Netzwerk Architekturexport, NAX. Was bedeutet diese Partnerschaft für Schüco und für NAX?

Claudia Sanders: Schüco als internationaler Player ist durch die Nähe zum Planer sowie einen verwandten Anspruch in Sachen Qualität und »made in Germany« ein wertvoller Partner für NAX und seine Mitglieder. Die internationale Ausrichtung und die Vertriebsstrukturen von Schüco in den jeweiligen Ländern vermitteln einen ganz anderen Einblick in die Märkte. Zudem sind die Ansprechpartner vor Ort mit ihrem großen Know-how wertvolle Partner bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen.

Mehr Infos unter: www.nax.bak.de

Fotos: Foto vom Außenwirtschaftstag: © Uwe Steinert, Berlin, Fotos China: © NAX/BAK