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Nachhaltigkeit

Schüco unterstützt Investoren, Architekten, Bauträger und Partner in allen Projektphasen, von der ersten Idee bis zum Rückbau einer Fassade. Dies schließt die Beratung zu Zertifizierungen, die Planung mit nachhaltigen Systemen, Umweltproduktdeklarationen und das Recycling der Gebäudehülle ein. 360° Nachhaltigkeit – von der Idee bis zum Recycling Nachhaltigkeit im Bausektor bedeutet, eine Immobilie so zu planen, zu bauen und zu betreiben, dass sie ökologisch, ökonomisch und soziokulturell zukunftsfähig ist.

Nachhaltigkeit im Bausektor bedeutet, eine Immobilie so zu planen, zu bauen und zu betreiben, dass sie ökologisch, ökonomisch und soziokulturell zukunftsfähig ist. Dafür braucht es hochwertige, innovative und ressourcenschonende Produkte und Lösungen. Schüco bietet hier als Innovationstreiber Konzepte und Produktlösungen mit bestmöglicher Unterstützung für Investoren, Architekten, Bauträger und Metallbauer in allen Projektphasen. Das heißt konkret: von der ersten Idee bis zum Rückbau einer Fassade – Unterstützung inklusive Beratung und Planung mit nachhaltigen Systemen, Umweltproduktdeklarationen sowie Recycling der Gebäudehülle. Diese am Gebäudezyklus orientierte ganzheitliche Sichtweise heißt bei Schüco »360° Nachhaltigkeit«.

Materialvergleich: Recyclingpotenziale von Aluminium, PVC und Holz
Wichtige Voraussetzungen für die »360° Nachhaltigkeit« sind der Einsatz von nachhaltigen Produkten und der Einsatz von Materialien mit hervorragenden Recyclingeigenschaften, die einen späteren Rückbau und die Wiederverwertbarkeit berücksichtigen. Gebäude sind die Rohstofflager der Zukunft. In einer von Drees & Sommer gemeinsam mit PE International durchgeführten unabhängigen Studie wurden Fenster und Fassaden unterschiedlicher Materialien – Aluminium, PVC, Holz, Holz-Aluminium – unter Nachhaltigkeitskriterien verglichen. Das von internationalen Gutachtern geprüfte Ergebnis: Aluminium und PVC sind ökologisch so wertvoll wie Holz und bringen in Summe gleichwertige Ergebnisse. Besonders positiv: die sehr guten Recyclingpotenziale von Aluminium und PVC sowie bei Aluminium die Langlebigkeit, die geringen laufenden Kosten im Gebäudebetrieb und die Gestaltungsmöglichkeiten bei geringem Gewicht und hoher Stabilität.

360° Nachhaltigkeit – von der Idee bis zum Recycling

Teel Lassiter - Heintges & Associates New York/USA

PROFILE: Was ist Ihnen bei der Fassaden gestaltung wichtig?
Teel Lassiter: Eine Fassade muss bauphysikalische Anforderungen zufriedenstellend erfüllen. In den USA gehen Bauordnungen aber oft nicht konform mit nachhaltigen Ansätzen. Zweischalige Fassadensysteme werden z. B. örtlich oft nicht zugelassen. Wir von Heintges & Associates setzen uns aber gerne dafür ein, energieeffiziente Fassadensysteme gemäß den Vorschriften sowohl in den USA als auch international zu etablieren. Die Auswirkung auf die Fassadengestaltung hängt vom jeweiligen Gebäude typ und den klimatischen Bedingungen ab. Der Architekt ist in dieser Hinsicht stark gefordert. Zur Optimierung der thermischen Eigenschaften der Fassade werden in den gemäßigten Breiten beispielsweise oft solide, opake Elemente eingesetzt.

Jörg Fischer - Architekt, Innenarchitekt, Zertifizierter Passivhausplaner PHl Fischer I Summerer I Architekten Bonn/GER Andernach/GER

Alle Aspekte des Lebens miteinander verknüpfen

PROFILE: Wie wichtig sind Ihnen Ressourcen-, Umweltund Klimaschutz beim Bauen?
Jörg Fischer: Ich bin als Passivhausplaner zertifiziert, deshalb freut es mich, dass nun viele Schüco Fassaden- und Fenstersysteme eine Pas sivhaustauglichkeit erfahren. Im Jahr 2000 habe ich mein erstes Passivhaus umgesetzt – das war damals noch ein exotisches Unterfangen. Nun hat sich das zu einem Standard entwickelt. Global Player wie Schüco, die diesen Standard nun auf alle Systeme übertragen, machen es leichter, Zertifizierungen auch im großen Maßstab zu ermöglichen.
PROFILE: Das Thema Cradle-to-Cradle, also ein geschlossener Rohstoffkreislauf, könnte die nächste große Innovationswelle sein.
Jörg Fischer: Unter dem Aspekt des Recyclings denken wir über neue Fassaden lösungen, Gestaltungen und Ausführungen nach – mit neuen Materialien wie einer metallischen Haut oder mit trennbaren Produkten. Deshalb ist auch der Ansatz von Schüco gut, komplette Fassadenlösungen an zubieten, die es ermöglichen, von dem klassischen Verbundsystem thema Abstand zu nehmen. Das Modernisierungssystem wäre hier interessant und auch die Studie zum Design Cover Concept – beides können Ansätze sein, mit variablen Materialien und Deckflächen innerhalb eines Rahmensystems neue recyclingfähige Lösungen zu entwickeln. Wenn die Bauteile nach ihrer Nutzung sortenrein wieder dem Herstellungsprozess zugeführt werden, dann wäre der Kreislauf am Ende geschlossen.

Gabriele Müller - Architektin GM Architektur, Kirchheim a.N.

Nachhaltigkeit, Materialien- und Ressourcenschutz – große Schlagworte in der Baubranche

PROFILE: Welche Rolle spielt für Sie der Aspekt der Nachhaltigkeit?
Gabriele Müller: Für mich sind die verwendeten Materialien bei Produkten wichtig. Dabei spielt auch der  Herstellungsprozess eine Rolle und dass die Materialien nach der Nutzungsdauer auch wieder von einander getrennt und recycelt werden können.
PROFILE: Begrüßen Sie dann ökologische Produkte wie die Schüco Fenstergeneration „Green“?
Gabriele Müller: Produkte, die aus nachwachsenden und recyclebaren Rohstoffen bestehen, werden immer stärker nachgefragt – auch von Seiten der Bauherren. Das könnte zu einem Verkaufsargument werden – allerdings momentan erst bei einer gezielten Personengruppe, die voll und ganz von der Sache überzeugt ist. Bei den meisten steht noch das Budget im Vordergrund. Aber Nachhaltigkeit und Verantwortung sind auch in der Baubranche große Begriffe, deshalb wird sich auf diesem Gebiet auf jeden Fall noch viel tun.