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Global Office + Business - Georgien und Türkei

Beziehungen

Georgien
Türkei

FXFOWLE architects
Istanbul, die Stadt, die Ost und West verbindet, ist um einen Wolkenkratzer reicher. Das New Yorker Architekturbüro FXFOWLE entwarf auf der anatolischen Seite einen 42-stöckigen Turm, der als gemeißelter, golden schimmernder Obelisk die Stadt markiert. Das neue Headquarter des im Finanzsektor tätigen Unternehmens verkörpert in seiner Gestalt Orient und Okzident. Im Skyscraper verbinden sich moderne Funktionen mit dem Ornamentenreichtum arabischer Kultur. Die innovative Schüco Glasfassade des mit LEED Platinum zertifizierten Gebäudes ist mit dekorativen, goldfarbenen Lochpaneelen bestückt – diese zweite Außenhaut garantiert Sonnen- und Sichtschutz. Des Weiteren verteilten die Architekten im Gebäude mehrere zwei Stockwerke umfassende Gärten, sogenannte »green spaces«, die als thermische Puffer zwischen Innen und Außen dienen. Die Spitze des Turms krönt ein Sky-Garten, der Blicke in den Himmel und eine grandiose Aussicht auf Stadt und Umland garantiert.

Türkei

Ein neues Parlamentsgebäude für Georgien

Das aufstrebende Land im Südkaukasus bahnte sich in den Jahrzehnten seit dem Zusammenbruch der
Sowjetunion seinen Weg hin zu einer parlamentarischen Demokratie. Von symbolischem Wert ist auch die damit verbundene Staatsarchitektur, die fortan bewusst drei Botschaften transportieren will: Dezentralisierung, Transparenz und Dynamik. Verkörpert werden diese durch das neue Parlamentsgebäude, das im Jahr 2012 in der zweitgrößten Stadt des Landes, in Kutaisi, 220 Kilometer westlich der Hauptstadt Tiflis, eröffnet wurde. Die äußere Hülle des Parlamentsgebäudes von Georgien wird von zwei charakteristischen Merkmalen bestimmt. Der Überbau einer Fläche von 100 x 150 Metern hat die Form einer organischen Glaskuppel, die am Erdgeschoss ansetzt und 40 Meter hoch ragt.

Georgien

Glas und Betonschale dominieren den Aspekt im Millennium Park von Kutaisi.
Der japanische Ingenieur Mamoru Kawaguchi ist bekannt für seine außergewöhnlichen, weit gespannten Tragwerke.

Darüber spannt sich ein weißes, 200 Meter langes Band aus Betonschale, das ein markantes gestalterisches Element bildet. Gleichzeitig übernimmt es die Funktion einer Verbindung zwischen der weitläufigen umliegenden Parkanlage und dem Staatsgebäude, da sich an den beiden erdnahen Endpunkten des Band elements die repräsentativen Hauptzugänge befinden. Die außergewöhnliche Gebäudehülle und ihr Inhalt sind eine Koproduktion des spanischen Architekturbüros CMD Ingenieros rund um Prof. Alberto Domingo und des japanischen Ingenieurs und Tragwerksplaners Prof. Mamoru Kawaguchi. Für die Lichtdachkonstruktion wählten sie ein ovales, filigranes Baugerippe als Träger. Darüber spannt sich das Glasfassadensystem Schüco FW 50+, das die geometrische und energetische Herausforderung über die gesamte Fläche aufnimmt. Den inneren Kern bildet eine verschachtelte, kubische und aluminiumverkleidete Konstruktion, in der sich der Plenarsaal, Konferenzund Besprechungsräume, Büros, der Pressebereich und Ausstellungsräume befinden. Rahmenkonstruktion und Verglasung lassen Tageslicht in nahezu alle Innenräume eindringen. Dabei erhielt die Deckengestaltung des halbrunden, in Holz ausgeführten Plenarsaals besondere Beachtung: Mehrere Oberlichter, über die Sonnenlicht direkt in das Herzstück des Parlamentsgebäudes strahlen kann, sind so gruppiert, dass sie eine abstrahierte Landkarte der verschiedenen Regionen von Georgien darstellen. So soll auch an dieser Stelle die Idee eines neuartigen, volksnahen Staatssystems in seinem wohl wichtigsten Gebäude symbolisch abgebildet werden.

Die organische Außenkonstruktion ist lediglich eine Hülle für ein kubisch lineares Gebäude.
Die markante Kuppel setzt sich aus vielen kleinen Glasschuppen zusammen.
Innen wie außen lässt sich das transparente und lichtdurchflutete Konzept ablesen.