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Global Education + Culture - Italien und Deutschland

Kommunikation

Deutschland
Italien

WELTAUSSTELLUNG IN MAILAND SCHÜCO SYSTEMKOMPETENZ FÜR EXPO 2015

»Den Planeten ernähren, Energie für das Leben« – 145 Nationen präsentieren sich unter diesem Motto in Mailand zur Expo 2015. Gemäß dem Leitbild der Weltausstellung setzen sich die Länderpavillons mit den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auseinander. Zehn Bauten entstanden hier mit Schüco Beteiligung.

Italien

Expo Gate
Im Mailänder Stadtzentrum, und zwar direkt vor dem Castello Sforzesco, steht das sogenannte Expo Gate, für
dessen Entwurf Scandurra Studio verantwortlich zeichnet. Zwei in Leichtbauweise errichtete, kegelstumpfförmige Glaspavillons stimmen so auch außerhalb des Ausstellungsgeländes auf das Großevent ein.

Palazzo Italia
Er ist das symbolische »Herz« der Expo und kennzeichnet den nördlichen Haupteingang des Expo-Geländes. Nemesi & Partners konzipierten hier einen um eine Piazza organisierten Pavillon, bestehend aus vier Hauptbereichen (Ausstellung, Auditorium, Veranstaltung und Konferenz), die durch Brücken miteinander verbunden sind. Ähnlich wie bei einem Baum entwickelt sich aus vier massiven Stützen nach oben hin ein feingliedriges Netz aus Fassaden elementen, die Einblicke in das Innere der Baukörper gewähren.

Vietnam Pavillon
Die Lotusblume, Symbol der Reinheit und des Optimismus, ist Vietnams Nationalblume und diente dem Architekten Vo Trong Nghia als Hauptinspiration für den vietnamesischen Expo-Pavillon. Eine mit riesigen Lotusblumen aus Bambusgeschmückte, vor dem Gebäude angelegte Wasserfläche soll der internationalen Gemeinschaft das
Bestreben des Landes nach aktivem Umweltschutz, insbesondere in Form von Wasserschutzmaßnahmen, vor Augen führen.

Russischer Pavillon
Inspiriationsquelle für die Architekten von Speech war hier die traditionelle Holzarchitektur. Eine Besonderheit des mit Holz verkleideten Pavillons ist u.a. das weit sichtbare, über dem Haupteingang 30 Meter auskragende Vordach.

Weitere Expo-Bauten
mit Schüco Beteiligung sind die Servicegebäude, USA Pavillon, der FIAT New Holland Pavillon, der Moldawien Pavillon, der Kuwait Pavillon sowie der Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate.

USA Pavillon: Er ist gedacht als Hommage an die Landwirtschaftstradition des Landes: Das Gebäude interpretiert der Architekt James Biber als offene Struktur
Eingang des russischen Pavillons mit auskragendem, nach oben gewölbtem Vordach: Die großzügig bemessenen Glasflächen wurden mit den Systemen Schüco AOC ST als Aufsatzkonstruktion auf Stahl realisiert.
Sanddünen gleichen die 12 Meter hohen Wände des Eingangsbereichs des von Norman Foster entworfenen Pavillons der Vereinigten Arabischen Emirate.

Museum für zeitgenössische Kunst - Diether Kunerth

Seit dem 18. Jahrhundert thront die prächtige Barock-Basilika von Ottobeuren als Wahrzeichen über der Stadt und gilt als attraktives Besucherziel. In unmittelbarer Nähe schuf das Stuttgarter Büro Atelier Lohrer mit dem Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth einen modernen architektonischen Akzent.

Deutschland

Das Museum mit der gold- und bronzefarbenen Fassade liegt leicht versteckt in der zweiten Reihe am zentralen Marktplatz und lohnt entdeckt zu werden. Schon aus städtebaulicher Perspektive kann man von einem Coup sprechen: Der Architekt verwandelte das brachliegende Gelände einer ehemaligen Brauerei in einen Museumsneubau mit Skulpturenhof, der innerstädtische Verbindungswege schafft. Das durch EU-Gelder und die Gemeinde kofinanzierte Vorhaben wertet das gesamte Areal ungemein auf. Blickfang des konsequent reduziert gestalteten Museumsbaus ist die in Goldtönen schimmernde Fassade: Vertikal dicht nebeneinander montierte Aluminiumstäbe dienen als außenliegender Sonnenschutz. Die übrigen Fassaden des Gebäudes – größtenteils errichtet auf den ursprünglichen Fundamenten des Brauereigebäudes – zeigen sich schlicht und weiß verputzt. Zwei goldfarbene, exponierte »Schaufenster « lassen bereits von außen Blicke auf Ausstellungsstücke zu. Im Inneren bietet das Museum auf zwei Ebenen viel Raum, um die großformatigen Malereien und Skulpturen des Künstlers zu inszenieren. Der Gemeinde stehen außerdem ein vielseitig nutzbarer, großer Mehrzweckraum sowie Räume für die museumspädagogische Nutzung zur Verfügung. Sämtliche Fenster des Neubaus wurden mit dem Schüco Fensterprofil AWS 75 realisiert. Architekt Fabian Lohrer erläutert seine Wahl: »Wir benötigten ein schlankes Profil, das dem minimalistischen Entwurfsansatz entspricht. Außen ordnen sich die einbruchsicheren Profile mit Festverglasung bewusst der schlichten Gestaltung unter, im Inneren sind die Profile durch weiß lasiertes MDF fast vollständig verdeckt. « Diether Kunerth, ein bislang über die Landesgrenzen hinaus wenig bekannter Künstler, erhält mit dem Museum bereits zu Lebzeiten eine hohe Wertschätzung seiner Kunst.

Farbabstufungen in Gold- und Bronzetönen: Vertikal montierte Aluminiumstäbe dienen als außenliegender Sonnenschutz und setzen Kontraste zum Weiß der übrigen Fassaden.
Spiel mit Licht und Schatten: Die Profile der Schüco Fenster AWS 75 sind im Inneren durch weiß lasiertes MDF fast vollständig verdeckt.
Das Museum bietet großzügige Räume, um Malerei und Skulpturen des Künstlers Diether Kunerth zu inszenieren. Ein durchgängiges Fensterband an der Nordfassade lässt viel Tageslicht einfallen.