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Forschung für die Zukunft des Industriebaus

Die ETA-Modellfabrik auf dem Campus der TU Darmstadt ist der Prototyp eines modernen Industriegebäudes. Hier wird erforscht, wie sich durch intelligente Vernetzung aller Gebäude- und Produktionskomponenten Energie einsparen lässt. Erstmals kommt das Schüco Parametric System in einem realen Projekt zum Einsatz.

Mit der ETA-Fabrik ist an der TU Darmstadt eine Forschungsfabrik eröffnet worden, die unter realen Bedingungen die Energieeinsparpotenziale einer industriellen Produktionskette untersucht. Das interdisziplinäre Projekt, an dem Maschinenbauingenieure, Architekten, Bauingenieure und Elektrotechniker gemeinsam beteiligt sind, vernetzt Gebäudehülle, Gebäudetechnik und den Produktionsprozess miteinander. In einer für die metallverarbeitende Industrie typischen Prozesskette werden Steuerscheiben für Hydraulikaxialkolbenpumpen vom Roh- bis zum Fertigteil produziert. Das Gebäude ist nicht nur Hülle, sondern integraler Bestandteil der Produktion. Die Längsseiten der Fassade bestehen aus vorgefertigten Betonmodulen, die mit wasserführenden Kapillarmatten durchzogen sind. Durch thermische Aktivierung lässt sich so das Gebäude kühlen oder beheizen, jeweils in enger Vernetzung mit der Produktionskette: Überflüssige Abwärme kann an dieser Stelle sinnvoll weiter genutzt werden. Die Nordseite, deren Glasfassade mit dem System Schüco FW 60+ Structural Glazing gestaltet wurde, sorgt für helle Büroräume, während die Schüco Element-Vorhangfassade an der Südseite Tageslicht in die Maschinenhalle einfallen lässt. In die Scheibenzwischenräume integrierte Lamellen lenken die Sonneneinstrahlung gen Hallendecke und schützen den Maschinenpark vor Überhitzung. Erstmalig ist hier das Schüco Parametric System, mit dem sich dreidimensionale Freiform-Fassaden als einfach zu planende Systemlösungen realisieren lassen, in einem Gebäude verbaut. Die Zukunftsfabrik verkörpert den Forschungsgedanken auf allen Ebenen: Bei Bedarf können Maschinen jederzeit angehalten und Gebäudeteile angepasst werden.

In die Scheibenzwischenräume integrierte Lamellen an der Südfassade lenken die Sonneneinstrahlung gen Hallendecke.
Die opaken Öffnungsflügel der Nordfassade sind mit hochdämmenden Vakuumisolierpaneelen ausgestattet und schützen die dahinterliegenden Büros vor Überhitzung.

ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co.KG, Hamburg/GER, in Zusammenarbeit mit LH Architekten Landwehr Henke + Partner mbB, Hamburg/GER. Leitidee der Transformation der Hamburger Kunsthalle war die Neuorganisation der bisherigen Zugänge zu einem zentralen Haupteingang, der die zukünftige Erschließung aus der »Mitte des Ensembles« ermöglicht. Die Modernisierung betraf schwerpunktmäßig den 1869 fertiggestellten Ursprungsbau sowie den 1912 begonnenen Ergänzungsbau (»Muschelkalkbau«). Dazu wurde der ursprünglich angelegte Haupteingang an der Westseite des Gründungsbaus mit Blick auf Innen- und Außenalster reaktiviert und in großen Teilen wieder auf seine von Arkaden geprägte räumliche Erstfassung von 1869 zurückgebaut. Vis-à-vis der Galerie der Gegenwart wird der neue Haupteingang von einer Treppenanlage geprägt, welche die gesamte Breite der 7-jochigen Arkade aufnimmt und in die historischen Haupt- und Nebenvestibüle leitet. In der neuen Kunsthalle verarbeitete Systeme von Schüco sind die Stahlfassaden Jansen Viss und die Verbundfenster AWS 120 CC.SI.