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360° Nachhaltigkeit

Vergaberecht, Lebenszykluskosten und Ressourcenschonung

Neues Vergaberecht für Nachhaltigkeit öffentlicher Bauten

Im April 2016 legte die Bundesregierung eine neue Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge fest (Vergabeverordnung – VgV) und setzte damit eine Vorgabe der Europäischen Union aus 2014 um. Die VgV regelt unter anderem in § 59, dass öffentliche Auftraggeber beim Zuschlagskriterium „Kosten“ die Berücksichtigung der „Lebenszykluskosten“ vorgeben können.

Bei der Bewertung eines Angebots zählen dann neben den Anschaffungs- auch Nutzungskosten (Energie- und Ressourcenverbrauch), Wartungskosten, Kosten am Ende der Nutzungsdauer (Abriss, Entsorgung, Recycling) sowie geldwerte externe Effekte der Umweltbelastung (Emission von Treibhausgasen). Die VgV schafft damit die gesetzliche Voraussetzung für den Kundenwunsch technischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit auf der Basis objektiver Kriterien.

Gebäudehülle und Lebenszykluskosten

Die Gebäudehülle hat oft einen entscheidenden Anteil an der Höhe der Lebenszykluskosten. Am Anfang stehen zwar relativ hohe Anschaffungskosten für Fenster und Fassaden aus Aluminium oder für Lüftungssysteme. Die Kalkulation von Gebäuden sieht jedoch deutlich anders aus, wenn man niedrigen Energieverbrauch, geringen Wartungsaufwand sowie die geldwerte Nutzung des Altmaterials bei Entsorgung und Wiederverwertung des Gebäudes viele Jahrzehnte später kalkuliert.

Bei dieser Art von Kreislaufbetrachtung müssen zudem Behaglichkeit am Arbeitsplatz und hohe Produktivität der Mitarbeiter in optimal belüfteten Arbeitsbereichen in der Kalkulation berücksichtigt werden, um entscheidungsrelevante Kriterien zu erfassen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit von Schüco mit dem WWF (World Wildlife Fund) und der ASI (Aluminium Stewardship Initiative), um die gesamte Lieferkette von Aluminium nach ökologischen und sozialen Kriterien zu durchleuchten. Diese wertorientierte Perspektive für moderne Gebäude unterstützt Schüco mit seinem umfassenden Konzept der 360° Nachhaltigkeit.

360° Ansatz, Ressourcenschonung und Cradle to Cradle

Mit dem Ansatz 360° Nachhaltigkeit bietet Schüco Fenster- und Fassaden-Systeme für ressourcenschonende, wirtschaftliche und zukunftsfähige Gebäude mit allen notwendigen technischen Unterlagen und Nachweisen an. Der Anspruch ist, menschengerechte und gesundheitserhaltende Arbeits- und Wohnräume zu ermöglichen, den Verbrauch von Energie zu minimieren und die Ressourcen zu schonen. Das bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Produktes: von der Herstellungs- und Nutzungsphase bis zur Wiederaufbereitung.

Moderne Gebäudetechnologien müssen darum hohe Ansprüche an Design, Komfort und Sicherheit erfüllen. Gleichzeitig reduzieren Gebäude durch Wärmeschutz und optimierte Lüftung CO2- Emissionen. Zudem leisten sie durch intelligente Konstruktionen und für Mensch und Umwelt unbedenkliche, kreislauffähige Bauelemente einen wichtigen Beitrag dafür, dass aus Rohstoffen Produkte werden, die nach ihrer Nutzung am Ende des Lebenszyklus erneut zu hochwertigen Rohstoffen aufbereitet werden können. Dieses „Cradle to Cradle-Prinzip“ (C2C), von der Wiege bis zur Wiege, ist Leitbild für immer mehr Produkte von Schüco.

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Wertorientierte Perspektiven

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