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Akustik - die Stadt der Zukunft ist leise

Urbane Verdichtung und zunehmender Verkehr führen zu einer immer höheren Geräuschkulisse. Sie kann nicht nur stören und die Lebensqualität mindern, sondern sogar zu Erkrankungen führen. Vor diesem Hintergrund rücken verbesserte Maßnahmen zur Lärmunterdrückung und Lärmausbreitung bei der Planung neuer Gebäude in urbanen Räumen immer mehr in den Vordergrund.

Mit dem Ziel, die menschliche Gesundheit vor Umgebungslärm zu schützen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue „Leitlinien für Umgebungslärm für die europäische Region“ erstellt. Darin wird empfohlen, den beispielsweise durch Straßenverkehr bedingten Lärmpegel auf weniger als 53 Dezibel (dB) zu senken, weil Straßenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist. Alarmierend ist, dass heute schon auf einer viel befahrenen Straße bereits 80 Dezibel und mehr gemessen werden.

Die Entwickler von Fenstern und Fassaden stehen vor der Herausforderung, neue Lösungen in der konstruktiven Ausbildung und in der Gestaltung der eingesetzten Oberflächen zu finden. Schüco verfolgt als Systemanbieter innovative Ansätze zur Lärmreduzierung über die Außenhülle.

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Reduzierung der Lärmausbreitung über Fassaden

In Fenstern und in typische Vorhangfassaden bedeckt Glas den Großteil der freiliegenden Oberfläche und bestimmt die Übertragung des Schallenergiepegels von außen nach innen. Schalldämmanforderungen werden dabei im Wesentlichen durch die Verglasung bestimmt. Bei hohen Anforderungen an die Schalldämmung von Fenstern und Fassaden sind auch die Schallübertragungswege über den Rahmen und die opaken Paneelfelder einer Fassade zu betrachten. Durch Labormessungen im Schüco Technologiezentrum werden optimale Lösungen für Rahmen und Füllelemente einer Fassade gefunden.

Eine weitere Schallschutzanforderung für Fenster und Fassaden gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Wunsch nach einer natürlichen Lüftung über Fenster und Fassaden und dabei nicht dem Außenlärm ausgesetzt zu sein, führt zu spezifischen Schallschutzanforderungen an ein zum Lüften geöffnetes Fensterelement. Die HafenCity-Richtlinie zum Schallschutz bei teilgeöffneten Fenstern ist dazu die bekannteste Regelung für das HafenCity Areal in Hamburg. Schüco bietet dazu auf die Anforderungen in einem Objekt zugeschnittene Lüftungslösungen mit Schallschutz an.

Die Reduzierung der Lärmausbreitung im urbanen Raum ist eine städteplanerische Aufgabe um den Lebensraum für Menschen gesünder und attraktiver zu machen. Fassadenoberflächen können dazu einen Beitrag leisten. Um die Lärmausbreitung durch Fassadenoberflächen zu reduzieren, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, die Fassadenoberflächen bewusst so zu neigen, dass dadurch die Schallwellen in eine unkritische Richtung reflektiert werden. Hierfür können z. B. vorgesetzten textile Systeme oder Lamellensysteme verwendet werden. Ein anderer Lösungsansatz besteht darin, in der Fassade die opaken Flächen mit schallabsorbierenden Elementen auszuführen.

Schalldämmung durch absorbierende Fassaden

Schallabsorbierende Außenfassaden können einen wesentlichen Beitrag leisten, Lärmausbreitung im urbanen Raum zu reduzieren. Opake Flächen in der Fassade mit schallabsorbierenden Bauteilen nehmen im Gegensatz zu üblichen Bauteilen den Schall auf, statt ihn zu reflektieren. Der prinzipielle Aufbau eines schallabsorbierenden Fassadenelementes besteht aus einer äußeren luftdurchlässigen Ebene, die zum Beispiel durch eine textile Bespannung oder Lochbleche erzeugt wird, und einem dahinter flächig angeordneten porösem Absorbermaterial. In der Ausführung Schüco Façade FACID Silence ist dies einfach im System umsetzbar. Mit solchen fassadenintegrierten schallabsorbierenden Elementen kann die Lärmausbreitung in Innenhöfen, Straßenzügen oder Einfahrten reduziert werden.

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Akustik-Planungstool Schüco SoundCal

Mit Schüco SoundCal lässt sich einfach und schnell auch für komplexe Elemente in Abhängigkeit von Elementgröße und -teilung sowie von Profilsystem und Verglasung das bewertete Schalldämmmaß Rw,ges ermitteln. Der Nutzer kann darüber hinaus geeignete Schallschutzgläser vergleichen und die besten Kombinationen aus Rahmen und Verglasung ermitteln. Ferner hat er die Möglichkeit, die erreichte Schalldämmwirkung anhand einer Grafik und eines Audiosamples selbst nachzuvollziehen.

Schüco SoundCal dient zur überschlägigen Ermittlung technischer Kennwerte. Grundlagen für die Berechnung sind DIN 4109-2:2016-07, DIN EN 12354 und DIN EN 14351-1. Die Ergebnisse dieser Vordimensionierungen ersetzen nicht die erforderlichen Detailplanungen und stellen keinen bauaufsichtlichen Nachweis dar.

Schüco SoundCal steht Architekten und Metallbauern unter www.schueco.de/mein-arbeitsplatz zur Verfügung.

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