Inside Golf
Deutlich weniger expansiv ist bislang die US PGA Tour, die neben den Veranstaltungen in den USA nur noch in den Nachbarländern Kanada und Mexiko sowie Puerto Rico mit jeweils einem Turnier präsent ist. Sowohl die European als auch die US PGA Tour verfügen über einen direkten Unterbau, die European Challenge Tour sowie die Nation Wide Tour. Spielern, die auf diesen Touren aktiv sind, bietet sich Jahr für Jahr die Chance auf den Aufstieg in die Eliteklasse, in Europa sind dies 15 in den USA 25 Pros der Geldrangliste. Ebenso wie der Aufstieg in die Top-Klasse ist aber der Abstieg möglich. Tourkarten für eine oder mehrere Jahre erhalten Spieler, die ein Turnier für sich entscheiden können, je nach Bedeutung des Events. So erhalten beispielsweise in den USA Major-Sieger für fünf Jahre eine Spielberechtigung, in Europa sogar für zehn Jahre. Spieler, die innerhalb einer Saison kein Turnier gewinnen können, müssen sich in Europa unter den Besten 117 und in den USA unter 125 der Geldrangliste befinden. Pros, die dies nicht erreichen, können über die Tour School, einem über sechs Runden stattfindenden Turnier am Jahresende versuchen, ihre Tourkarte zu verteidigen. Gelingt dies nicht, müssen sie im folgenden Jahr zumeist in der Challenge oder Nationwide Tour abschlagen.
European Tour
Die European Tour trägt in der Saison 2011 insgesamt 50 Turniere in 29 Destinationen aus und ist dabei auf vier Kontinenten (Asien, Europa, Afrika und Nordamerika) vertreten. Nur noch von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Serie auf ihrem „Heimatkontinent“ Europa aktiv. Neben den vier Majors, die gemeinsam mit der US PGA Tour ausgetragen werden und von denen nur die British Open in Europa gespielt wird, gibt es noch World Golf Championships-Veranstaltungen, bei denen alle großen Turnierserien weltweit zusammenarbeiten. Wichtigstes Turnier der Tour ist die BMW Championship in Wentworth bei London, die 2011 mit 4,5 Millionen Euro dotiert ist. Das Schlussturnier des Jahres, bei dem dann der Sieger des Race to Dubai (so nennt sich die Geldrangliste der Tour) ermittelt wird, findet mit den besten 60 Spielern der Tour in Dubai statt. In Deutschland gastiert die European Tour seit zwei Jahren nur noch ein Mal - zur BMW International Open in München.
US PGA Tour
Die amerikanische Turnierserie ist Austragungsort bei gleich drei der vier Majors (US Open, Masters, US PGA Championship) eines Jahres und auch drei World Golf Championships-Events finden in den USA statt. Neben diesen sechs Turnieren veranstaltet die Tour noch 39 weitere. Drei Events finden außerhalb der Landesgrenzen statt: in Kanada, Mexiko und Puerto Rico. Insgesamt können die Pros der US PGA Tour in 2011 ein Preisgeld von 228 Millionen US Dollar verdienen. Für die besten Spieler geht es ab Ende August in den Playoffs um den FedEx Cup, eine Sonderwertung, bei der der Sieger des FedEx Cup mit einer Extra-Pramie von 10 Millionen Dollar belohnt wird. Bei dem vier Turniere umfassenden Playoffs verringert sich das Feld pro Event. Begonnen wird mit 125 Aktiven, die Tour Championship, das Schlussturnier des FedEx Cup, spielen nur noch 30 Pros.
