Das Hans-Böckler-Haus in Düsseldorf: Eine nicht ganz alltägliche Fassadensanierung
Um 250 Mitarbeiter nicht umquartieren zu müssen und dennoch die Fassade architektonisch und energetisch auf heutigen Stand zu bringen, zogen Architekt U. Sadowski (Architekturbüro Sadowski und Leiboda) und C. Anders, der Geschäftsführer von metallbau anders alle Register: neben dem techischen Know-How waren vor allem eine ausgefeilte Logistik beim Bauablauf und ein hohes Maß an Organisationstalent aller Beteiligten für die erfolgreiche Sanierung der Fassade entscheidend.
Logistik und Bauablauf als Herausforderung
Eine Fassadensanierung bei laufendem Gebäudebetrieb ist nicht die Regel - zu groß sind im Allgemeinen die Belästigung durch Lärm und Schmutz, der Aufwand an Arbeitsvorbereitung und Planung zu hoch. Durch den Einbau der Schüco Modernisierungsfassade ERC 50 konnten bei der Sanierung des Hans-Böckler-Hauses aber alle im Vorfeld gesetzten Ziele erreicht werden: eine architektonische Aufwertung, die energetischen Optimierung und eine spürbare Erhöhung des Nutzerkomforts.
Den Charakter des Gebäudes wahren
Architekt U. Sadowski beschreibt die Situation: "Die wichtigsten Ziele der Sanierung war die Beseitigung der bauphysikalischen und funktionalen Mängel. Dabei galt es den Charakter des Gebäudes beizubehalten, um der besonderen Historie des Objekts gerecht zu werden. Grundvoraussetzung für die Durchführung der Sanierung war, die Nutzer im Gebäude während der Sanierungsarbeiten so wenig wie möglich zu beeinträchtigen."
Für die neue Fassade des Hans-Böckler-Hauses wurden verschiedene Systemvarianten untersucht: Bauherr und Architekt entschieden sich für die speziell für Sanierungsprojekte entwickelte Modernisierungsfassade ERC 50. Das System ist zum einen durch seine Doppelverglasung und den integrierten Sonnenschutz energetisch höchst effizient, auf der anderen Seite überzeugt seine sichere Montage.
Beim Hans-Böckler-Haus wurden, nach der Demontage der Natursteinplatten im Brüstungsbereich die Befestigungskonsolen an den statisch nachgesicherten Betonteilen befestigt. Danach wurden die neuen Fenster- und Fassadenelemente vor die Bestandsfassade montiert, die alten Elemente nach den Anschlußarbeiten von Innen entfernt und die gesäuberten und aufbereiteten Natursteinplatten wieder angebracht.
"Die Terminplanung der einzelnen Arbeiten und Abschnitte war sehr entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen. Alle Abläufe wurden in enger Abstimmung mit Auftraggeber und Nutzer durchgeführt, die Zusammenarbeit aller Beteiligten war enorm. Das Fassadensystem ERC 50 ist durch seinen hohen Vorfertigungsgrad und der Vielzahl der Arbeiten, die von außen durchgeführt werden können, für eine Sanierung bei laufendem Betrieb ideal," fasst Christian Anders, Geschäftsführer der Metallbaufirma anders metallbau die Herausforderungen des Projektes zusammen.
Bauherr und Nutzer ziehen ein positives Resümee: Alle vorgebenen Ziele wurden erreicht. Von der optischen Neugestaltung bis zu einem deutlich gesenktem Energieverbrauch und einer deutlichen Steigerung des Nutzerkomforts. Die Sanierung von mehr als 5000 m2 Fassadenfläche erfolgte unter Einhaltung der Kosten- und Terminpläne in nur 5 Monaten.
Eine Fassadensanierung, die für alle Beteiligten eine gelungene Referenz darstellt.


